Warum bekommen wir Menschen eigentlich Fieber?

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Fieber kann als Symptom bei verschiedenen Krankheiten auftreten. Es lässt erkennen, dass die körperliche Immunabwehr arbeitet, um beispielsweise Krankheitserreger abzuwehren bzw. zu bekämpfen. Doch was genau ist Fieber und wie oder warum entsteht es? Erfahren Sie hier mehr dazu.

Was genau ist Fieber?

Die Temperatur des menschlichen Körpers beträgt im Inneren im Regelfall zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Liegt der Wert zwischen 37,5 und 38 Grad, bezeichnet man dies als erhöhte Temperatur. Über 38 Grad Celsius wird bei Erwachsenen von Fieber gesprochen. Hohes Fieber hat ein Betroffener, wenn die Temperatur auf mehr als 39 Grad und bis 41 Grad steigt. Wird eine Temperatur von über 41 Grad Celsius gemessen, liegt extrem hohes Fieber vor. Diese Angaben sind für eine rektale Fiebermessung gültig.

Bei Fieber handelt es sich nicht um eine eigenständige Krankheit, es ist lediglich ein Symptom. Auftreten kann es bei einer Vielzahl verschiedener Krankheiten, zumeist Infektionskrankheiten, zu denen Erkältungen und Grippe zählen, aber auch beispielsweise das Kindbettfieber.

Was sollte beim Fiebermessen beachtet werden?

Am besten arbeitet der Körper eines erwachsenen Menschen bei einer Temperatur von rund 37 Grad Celsius. Etwas höher liegen kann diese bei Kleinkindern. Kleinere Schwankungen sind vollkommen normal. Bevor Sie zum Arzt gehen, ist es durchaus sinnvoll, den Fieberverlauf durch eigene Messung zu kontrollieren. Gemessen werden kann an mehreren Stellen und durch verschiedene Fiebermessgeräte, wie Kontakt- oder Infrarotthermometer.

Die genaueste Methode ist die rektale Fiebermessung, bei dir die Spitze des Thermometers für wenigstens vier Minuten rund einen Zentimeter in den After geschoben wird. Auch die Messung im Mund ist sehr genau, dabei sollte das Thermometer unter der Zunge platziert und mit den Lippen fest umschlossen werden.

Die Messung in der Achselhöhle ist zwar möglich, doch häufig zu ungenau. Liegt der Arm für acht bis zehn Minuten dicht am Körper an, müssen trotzdem noch 0,5 Grad hinzugerechnet werden. Um die Messung mit Infrarotthermometern vorzunehmen, braucht es etwas Übung, damit Sie berührungslos an Stirn oder im Ohr die Temperatur innerhalb weniger Sekunden richtig messen können.

Ein kleiner Tipp: Bei Kindern sollten Sie wegen der Bruchgefahr kein Glasthermometer verwenden. Ganz und gar verzichten sollten Sie auf ein Quecksilberthermometer.

Wie kommt Fieber zustande?

Die Temperatur des Körpers wird durch den Hypothalamus gesteuert. Dringen Krankheitserreger in den Körper ein, setzt die Immunabwehr zur Bekämpfung ein, zugleich werden Botenstoffe ins Gehirn zum Hypothalamus gesendet und geben dort ein Signal zur Erhöhung der Körpertemperatur. Eine erhöhte Körpertemperatur unterstützt das Abwehrsystem, die Krankheitserreger zu bekämpfen.

Wie ist der Verlauf?

Haben Sie bei einer Erkältung Fieber, verläuft diese üblicherweise in drei Phasen:

– Phase 1: Das Fieber erhöht sich auf eine bestimmte Temperatur
– Phase 2: Die erreichte Temperatur wird gehalten, bleibt also konstant
– Phase 3: Das Fieber sinkt und der Körper erreicht Normaltemperatur

Oftmals bringt Fieber auch Begleiterscheinungen, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, mit sich.

Wann zum Arzt?

Bei einfachen Erkältungen reguliert sich die Körpertemperatur in ein paar Tagen von selbst. Warnzeichen können allerdings anhaltendes Fieber, Temperaturen über 39,5 Grad sowie ein erneuter Anstieg der Temperatur sein. Treten diese Anzeichen auf, sollten Sie rasch Ihren Hausarzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn:

– Bewusstseins- oder Sinnestrübungen entstehen
– ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl vorhanden ist
– Kinder schwer krank erscheinen
– Neugeborene und noch sehr kleine Säuglinge Fieber bekommen


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