Göppingen – 55-Jähriger spricht Kind an

Richtig reagiert hat eine 6-Jährige bereits am Freitag in Göppingen: Gegen 12.30 Uhr befand sich das Mädchen in einem Einkaufsmarkt in der Schulstraße, als ein Unbekannter das Kind angesprach, sie nach dem Namen fragte und versuchte, sie zur Tür zu locken. Dem Kind kam das komisch vor.

Es lief zur Mutter. Die Frau verständigte die Polizei, die die Fahndung nach dem Mann aufnahm. In der Nähe des Marktplatzes machte die Polizei einen 55-Jährigen, auf den die Beschreibung passte, dingfest.

Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen kam er dann wieder auf freien Fuß. Die Göppinger Polizei (07161/632360) hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei rät:

Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es sich verhalten soll, wenn es von
Unbekannten angesprochen wird. Prägen sie ihm ein

  • Abstand zu halten,
  • weiter zu gehen,
  • deutlich, laut und bestimmt „Nein!“ zu sagen und
  • zuhause von solchen Erlebnissen zu berichten.
  • Eltern können Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit
    festlegen. Realitätsnahe Rollenspiele sollten aber auf jeden
    Fall vermieden werden, um Kinder nicht unnötig zu ängstigen.

Wenn Ihr Kind davon erzählt, von einem Fremden angesprochen worden zu sein:

  • Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich Ihnen anvertraut hat.
  • Vermeiden Sie Gerüchte und beugen Sie somit einer Hysterie in
    Ihrer Nachbarschaft vor.
  • Melden Sie den Vorfall der Polizei. Über den Polizeinotruf 110
    erreichen Sie diese zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Zur Vorbeugung:

  • Halten Sie Ihr Kind zur Pünktlichkeit an!
  • Treffen Sie Absprachen!
  • Halten Sie ebenfalls getroffene Absprachen ein, denn ein Kind
    lernt von seinem Vorbild.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, wohin Sie gehen und wann Sie
    zurückkehren. Ihr Kind muss wissen, wo es Sie erreichen kann.
  • Schicken Sie Ihr Kind, wenn möglich, in kleinen Gruppen zusammen
    mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz. Der
    Zusammenhalt der Gruppe wirkt abschreckend auf potenzielle Täter
    und stärkt das Selbstbewusstsein Ihrer Kinder.
  • Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind so genannte
    „Rettungsinseln“ auf dem Schulweg, an die sich Ihr Kind im
    Notfall wenden kann, z.B. ein Geschäft, eine Arztpraxis oder ein
    Mehrfamilienhaus, wo es klingeln und von dem Vorfall erzählen
    kann. Polizeiliche Erfahrungen zeigen, dass ein Täter sein
    Vorhaben aufgibt, wenn ein Kind z.B. durch Klingeln an einem
    Haus um Hilfe bittet.

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