Stuttgart. Die Hotel- und Gastronomiebranche in Baden-Württemberg hat im März 2026 einen spürbaren Einbruch bei den inflationsbereinigten Einnahmen verbucht. Gleichzeitig setzte sich der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt des Gastgewerbes mit einem fortlaufenden Rückgang der Beschäftigtenzahlen weiter fort.
Dirk Meyer (kai)
Deutliche Einbußen bei den inflationsbereinigten Einnahmen
Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes verzeichnete das gesamte Gastgewerbe im Land im März 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da die Preise für Dienstleistungen und Bewirtung im selben Zeitraum jedoch gestiegen sind, steht dem realen Verlust ein rein nomineller Zuwachs gegenüber. Ohne die Berücksichtigung der Teuerungsrate, also im reinen Geldwert gemessen, stiegen die Einnahmen der Betriebe um 3,9 Prozent.
Diese Entwicklung betrifft sowohl das Beherbergungsgewerbe als auch die Gastronomie in ähnlichem Maße, wobei die Verluste bei den klassischen Gaststätten und Restaurants noch etwas deutlicher ausfielen. In der Beherbergung, zu der Hotels und Pensionen zählen, sank der bereinigte Umsatz um 3,7 Prozent, während die Kassen im reinen Geldwert ein Plus von 3,3 Prozent verzeichneten. In der Gastronomie lag das Minus nach Abzug der Preissteigerungen bei 4,2 Prozent, während der unbereinigte Geldwert um 4,1 Prozent zulegte.
Sinkende Beschäftigtenzahlen in Hotels und Gaststätten
Der wirtschaftliche Druck und die rückläufige Nachfrage spiegeln sich auch in den Personalstrukturen der regionalen Betriebe wider. Die Gesamtzahl der Angestellten und Arbeitskräfte im baden-württembergischen Gastgewerbe verringerte sich im März 2026 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit setzte sich der Stellenabbau der vergangenen Monate weiter fort.
Beim Blick auf die Teilbereiche der Branche zeigt sich, dass vor allem Hotels, Herbergen und Campingplätze erhebliche Einschnitte beim Personal vornahmen. Im Beherbergungssektor sank die Zahl der tätigen Personen und Mitarbeiter um 2,8 Prozent gegenüber dem März des Vorjahres. Der Gastronomiezweig verzeichnete im selben Zeitraum ebenfalls einen Rückgang der Belegschaften, der mit einem Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau jedoch etwas moderater ausfiel als im Bereich der Übernachtungsbetriebe.

