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Baden-Württemberg importierte 2025 Klimageräte im Wert von 166,0 Millionen Euro aus dem Ausland. Trotz eines Rückgangs von 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt das Einfuhrniveau erheblich. Schweden war mit einem Anteil von 59,6 Prozent das wichtigste Herkunftsland, während die Ausfuhren baden-württembergischer Klimageräte um 7,7 Prozent sanken.

Dirk Meyer (kai)

Der Rückgang der Importe folgt auf das Rekordniveau des Vorjahres. 2024 hatte der Einfuhrwert mit 220,4 Millionen Euro einen Höchststand erreicht. Im langfristigen Vergleich wird die gestiegene Nachfrage deutlich: 2015 lag der Importwert noch bei 55,5 Millionen Euro, was bedeutet, dass die Einfuhren in zehn Jahren um knapp das Dreifache angewachsen sind. Der aktuelle Wert von 166,0 Millionen Euro verdeutlicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Klimageräten in Baden-Württemberg, die durch sommerliche Hitzeperioden und steigende Temperaturen getrieben wird.

Schweden und Spanien als Hauptlieferanten

Bei der regionalen Herkunft zeigt sich eine klare Dominanz Schwedens. Das skandinavische Land deckt mit 99,0 Millionen Euro knapp 60 Prozent des Importbedarfs ab. Spanien folgt mit großem Abstand mit einem Anteil von 6,3 Prozent, China mit 5,9 Prozent. Interessanterweise unterscheidet sich das Bild beim Betrachtung nach Gewicht erheblich. Nach Einfuhrgewicht führt China mit 1.300 Tonnen oder 27,8 Prozent deutlich an. Dies deutet darauf hin, dass chinesische Importe mengenmäßig bedeutend sind, aber einen niedrigeren Wert pro Einheit aufweisen als schwedische oder spanische Produkte. Die Wertkonzentration bei schwedischen Importen könnte auf höherwertige oder spezialisierte Geräte hindeuten.

Inländische Produktion nimmt zu

Über die Jahre hinweg hat sich die Produktion von Klimageräten mit dem Herkunftssiegel „Made in Germany“ erhöht. Dennoch werden viele der in Baden-Württemberg genutzten Geräte weiterhin im Ausland gefertigt. Diese Entwicklung zeigt, dass trotz zunehmendem Inlandsangebot die Nachfrage nach importierten Klimageräten unvermindert hoch bleibt.

Exporte unter Druck

Die Ausfuhren von in Baden-Württemberg hergestellten Klimageräten entwickelten sich weniger günstig. Nach zwei Jahren mit positiven Wachstumszahlen – 2022 stieg die Ausfuhr um 36,4 Prozent, 2023 um 4,2 Prozent – ging der Ausfuhrwert 2025 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 75,1 Millionen Euro zurück. Hauptzielland für baden-württembergische Klimageräte waren die Niederlande mit einem Anteil von 20,0 Prozent oder 15,0 Millionen Euro. Die Schweiz rangierte mit 13,3 Prozent auf Platz zwei, Italien mit 8,2 Prozent auf Platz drei. Die rückläufige Exportentwicklung deutet auf sinkende Nachfrage oder verstärkte Konkurrenz in den Zielländern hin.

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