Um mehr Lebensraum für Schmetterlinge und Bienen zu schaffen hat sich der NABU Leonberg am Schopflochberg im Südwesten von Leonberg einige Wildwiesen einfallen lassen.
Von Alexander Kappen
Leonberg. Der Reporter entdeckte bei seinem Aufenthalt in Leonberg die tolle wildwachsende Wiese am Schopflochberg auf seinem Weg zum Frühstück bei Bäckerei Trölsch (wir berichteten im Gastrotest). Der NABU Leonberg hatte hier eine Infotafel hinterlassen. (Foto)
Mehr Biodiversität im Garten durch weniger Mähen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) empfiehlt Gartenbesitzern, seltener zu mähen, um die Artenvielfalt zu fördern. Laut einer aktuellen Mitteilung profitieren Wildkräuter wie Klee, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gundermann und Ehrenpreis in unbehandelten Wiesen deutlich von längeren Wachstumszeiten.
Diese Pflanzen blühen später und liefern wertvollen Nektar und Pollen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten – unerlässlich für die Bestäubung von Obst und Gemüse sowie für das ökologische Gleichgewicht.
Neben dem ökologischen Nutzen bringt das längere Verharren des Grases weitere Vorteile: Es zieht mehr Vögel und Fledermäuse in den Garten, bietet Lebensraum für Marienkäfer und Schlupfwespen, die Schädlinge bekämpfen, und schafft Rückzugsorte für Igel und andere Tiere. Zudem verbessert längeres Gras die Wasserspeicherung im Boden und trägt somit zur nachhaltigen Gartenpflege bei.
Der BUND appelliert an Gartenbesitzer, durch weniger Mähen einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität zu leisten.

