Stuttgart, Der Einzelhandel in Baden-Württemberg hat im März 2026 ein leichtes Umsatzplus verzeichnet, während die Zahl der Beschäftigten im selben Zeitraum weiter zurückgegangen ist. Damit folgt die regionale Entwicklung im Wesentlichen dem bundesweiten Trend, der ebenfalls von moderaten Zuwächsen bei gleichzeitigem Personalabbau geprägt war.
Dirk Meyer (kai)
Umsatzentwicklung im regionalen und bundesweiten Vergleich
Nach vorläufigen Berechnungen der zuständigen Statistikbehörden erwirtschaftete der Facheinzelhandel sowie der allgemeine Verkauf von Waren in Baden-Württemberg im März 2026 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ohne die Berücksichtigung der Preissteigerungen, also im reinen Geldwert, lag der Zuwachs bei 2,3 Prozent. Diese Entwicklung vollzog sich unter identischen Rahmenbedingungen wie im Vorjahr, da in beiden Monaten jeweils exakt 26 Verkaufstage zur Verfügung standen.
Auf Bundesebene zeichnete sich ein sehr ähnliches Bild ab. Die bundesweiten Einzelhandelsunternehmen meldeten für den März 2026 ein preisbereinigtes Umsatzwachstum von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der unbereinigte Zuwachs auf dem gesamten deutschen Markt lag bei 2,4 Prozent, womit die regionalen Werte im Südwesten nur minimal unter dem bundesweiten Durchschnitt blieben.
Differenzierte Dynamik in den verschiedenen Konsumbereichen
Ein genauerer Blick auf die einzelnen Sparten des Marktes offenbart eine gleichmäßige Verteilung des Wachstums auf die unterschiedlichen Warengruppen. Im Bereich des Supermarktgeschäfts und des Handels mit Nahrungsmitteln stiegen die Einnahmen nach Abzug der Inflation um 0,7 Prozent, was einem reinen Geldzuwachs von 2,1 Prozent entspricht. Parallel dazu verzeichnete auch das Geschäft mit Gebrauchsgütern und sonstigen Waren abseits von Nahrungsmitteln, wie etwa Kleidung, Elektronik oder Haushaltswaren, ein preisbereinigtes Plus von 0,7 Prozent, während der unbereinigte Wert hier um 2,4 Prozent zulegte.
Fortlaufender Stellenabbau in der gesamten Branche
Trotz der stabilen wirtschaftlichen Kennzahlen und der leichten Umsatzsteigerungen hält der Trend zum Personalabbau in der Handelsbranche unvermindert an. Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte und Angestellten im baden-württembergischen Einzelhandel sank im März 2026 um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Rückgang betrifft die verschiedenen Segmente des Marktes jedoch in unterschiedlicher Intensität.
In den Geschäften für Nahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs reduzierte sich die Belegschaft um moderate 0,8 Prozent. Deutlich stärker ausgeprägt war der Rückgang hingegen im Bereich abseits des Lebensmittelhandels. Dort lag die Zahl der tätigen Personen und Beschäftigten im März 2026 um 1,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, was den anhaltenden Strukturwandel und die Effizienzsteigerungen innerhalb dieser Sparte verdeutlicht.

