Der Reporter schaut sich immer wieder gerne sein Video von den Stuttgarter Eugens-Stäffele an, den bekanntesten Stuttgarter Stäffele.
Von Alexander Kappen
Stuttgart. Der SJ-Reporter steht auf einer der zahlreichen Treppenanlagen der Landeshauptstadt. Aufgrund der typischen Kessellage ist Stuttgart reich an sogenannten „Stäffele“. Ursprünglich entstanden sie im Zuge des Weinbaus und dienten dazu, die steilen Hänge zu bewirtschaften. Heute verbinden sie vor allem höher gelegene Wohngebiete mit der Innenstadt. Viele Häuser in Stuttgart liegen daher in Hanglage und sind oft nur über diese Treppen erreichbar.
Die „Stäffele“ sind ein prägendes Merkmal der Stadt. Schätzungen zufolge gibt es mehrere hundert solcher Treppenanlagen im gesamten Stadtgebiet. Damit zählt Stuttgart zu den treppenreichsten Städten Deutschlands und wird häufig in einem Atemzug mit Wuppertal genannt.
Historisch gehen die Treppen auf die Zeit zurück, als die Hänge rund um Stuttgart intensiv von Weinbauern genutzt wurden. Mit dem starken Wachstum der Stadt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Flächen zunehmend bebaut. Die ursprünglichen Weinbergstaffeln entwickelten sich zu Fußwegen und Treppen, die den Zugang zu neu entstandenen Wohngebieten ermöglichten. Viele dieser Verbindungen zeichnen sich bis heute durch eine besondere, teils kunstvolle Architektur aus.
Der Begriff „Stäffele“ leitet sich vom süddeutschen Wort „Staffel“ ab, das eine Treppe oder auch einen Treppenabsatz bezeichnet. Im schwäbischen Dialekt wurde daraus die heute gebräuchliche Bezeichnung.
Ein Beispiel für eine besonders bekannte Anlage sind die Eugens-Stäffele. Dort traf der Reporter – unterhalb der beliebten Eisdiele „Pinguin“ – auf begeisterte Stäffele-Fans aus München.

