Es wird immer wärmer und der Frühling steht vor der Tür: Wir liefern mal einen – zwar altbekannten – aber zeitlosen und immer angesagten Ausflugstipp!
Von Alexander Kappen
Stuttgart-West. Früher gehörte der Rotwildpark zum Stadtteil Botnang, mittlerweile zum Stuttgarter Westen. Hier geht der Reporter gern spazieren, denn der Wald hat einige wunderschöne Bäume zu bieten. Wer sich ein wenig mit der Geschichte des Rotwildparks beschäftigt, entdeckt schnell, dass viele der eindrucksvollen Zierbäume bewusst angepflanzt wurden.
Es sind besonders dicke Stämme, außergewöhnliche Wuchsformen – das sollte man sich am besten selbst anschauen. Im Mittelpunkt steht jedoch das Rotwild: zahlreiche Rehe und ein stolzer Hirsch mit dem Namen „Karsten“. Zwei Rentner verrieten dem Reporter, dass sie ihn regelmäßig mit Karotten und Äpfeln füttern – gewissermaßen echte Rotwild-Paten.
Der Reporter fotografierte Karsten und streichelte ihn sogar. Der zutrauliche Hirsch mit seinem prächtigen, intakten Geweih ist eine Attraktion, vor allem für Kinder, die hier mit ihren Eltern unterwegs sind.
Auch geschichtlich hat der Rotwildpark einiges zu bieten: Angelegt wurde er Anfang des 19. Jahrhunderts unter königlicher Herrschaft und zunächst mit großen Beständen an Rot- und Damwild ausgestattet. Lange Zeit war der Zugang für Bürger eingeschränkt und nur auf bestimmte Wege begrenzt – erst nach den politischen Umbrüchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gelände frei zugänglich.
Heute beeindruckt der Park mit einem teils mehrere hundert Jahre alten Baumbestand, darunter seltene Arten wie Elsbeere und Speierling. Ein Waldlehrpfad informiert Besucher zusätzlich über Natur und Geschichte. Das Gebiet steht seit dem 20. Jahrhundert unter Schutz und wurde später deutlich erweitert. Inzwischen umfasst es eine große, überwiegend bewaldete Fläche, die sowohl forstwirtschaftlich genutzt wird als auch als wichtiges Naherholungsgebiet für die Stuttgarter dient.

