Die Nettozuwanderung nach Baden-Württemberg ist 2024 deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zu den außergewöhnlich hohen Zahlen der Vorjahre fällt das Bevölkerungswachstum durch Zuzüge moderater aus.
Dirk Meyer (kai)
Im Jahr 2024 sind in Baden-Württemberg insgesamt 353.100 Personen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zugezogen, während 315.400 Menschen fortgezogen sind. Das ergibt einen Bevölkerungszuwachs durch Zuwanderung von etwa 37.700 Personen, was deutlich weniger ist als in den Vorjahren 2022 und 2023. Damals lagen die Nettozuwanderungen bei 178.200 beziehungsweise 83.600 Personen.
Weniger Zuzüge aus wichtigen Herkunftsländern
Die Zuwanderung aus dem Ausland betrug 239.600 Personen, während 199.100 Menschen aus Baden-Württemberg ins Ausland zogen. Die Nettozuwanderung aus Ländern wie der Ukraine, Syrien, Türkei und Afghanistan hat sich reduziert.
Besonders auffällig ist die negative Wanderungsbilanz mit anderen EU-Staaten, wo mehr Personen Baden-Württemberg verlassen haben als zugezogen sind. Auch die deutsche Bevölkerung weist mehr Fortzüge ins Ausland als Zuzüge auf, insbesondere in die Schweiz, nach Österreich und Spanien.
Binnenwanderung und Wanderungsverluste
Im Inland verzeichnete Baden-Württemberg 113.500 Zuzüge und 116.300 Fortzüge, was einem kleinen Wanderungsverlust von 2.800 Personen entspricht. Die Verluste gegenüber anderen Bundesländern sind geringer als in den Jahren zuvor, wobei insbesondere Bayern als Abwanderungsziel dominiert.
Die Landkreise konnten im Gegensatz zu den Stadtkreisen Zuwächse verzeichnen, wobei vor allem die Landkreise Karlsruhe und Heilbronn von Abwanderungen aus den umliegenden Städten profitierten. Die Stadt Stuttgart und der Stadtkreis Heilbronn erlebten die größten Verluste.

