Wenn es im Rücken zwickt und zwackt, denken die meisten Menschen an typische Altersleiden. Tatsächlich sind Rückenschmerzen eine Volkskrankheit, die durch viele Ursachen entstehen. Unter den Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören Rückenschmerzen zum Hauptgrund für Arztbesuche und Krankschreibungen, auch in Stuttgart. Häufiger sind lediglich Kopfschmerzen, die aufgrund ihrer häufigen Reversibilität aber eine geringer Krankheitsdauer haben.
Hauptursache für Rückenschmerzen sind Verspannungen
Falsche Haltung, Fehlbelastung und Bewegungsmangel sind neben Verspannungen die Hauptursache für spontane oder chronische Rückenschmerzen. Selbst wer sich bewegt, ist nicht automatisch vor Rückenleiden geschützt. Die Art der Bewegung spielt eine wichtige Rolle.
Bei Läufern spielen Themen wie die richtige Haltung, aber auch die Verwendung von geeignetem Schuhwerk und Vorbereitung eine wichtige Rolle. Aufrechtes Gehen und Laufen, entlastendes Schuhwerk wie Kybun Schuhe und regelmäßiges Aufwärmtraining sind Pflicht, um die gesundheitlichen Benefits des Laufens optimal zu nutzen.
Rückenschmerzen betreffen Menschen aller Altersgruppen
Hier ein Stich, da Verspannungen und dann kommt irgendwann der Bandscheibenvorfall. Obwohl Rückenschmerzen oft älteren Menschen zugeschrieben werden, gibt es zunehmend jüngere Betroffene. Bürojobs mit langen Sitzstunden fordern ihren Tribut. 2023 war fast ein Drittel der Stuttgarter Bevölkerung von Rückenschmerzen betroffen. In Baden-Württemberg selbst litten 30,52 Prozent der Menschen unter Beschwerden im Rückenbereich.
Am wenigsten war Hamburg betroffen, hier erreichte die Quote „nur“ 26,8 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Städtisch gesehen konnte Mainz mit einem Rückenschmerzanteil von 21,59 Prozent den letzten Platz auf der Liste belegen.
Auch wenn alle Altersgruppen betroffen sind, unterscheiden sich die Gründe, je nach Alter betroffener Personen.
Junge Menschen leiden anders unter Rückenschmerzen
Junge Betroffene erkranken seltener an Abnutzungserscheinungen und altersbedingtem Verschleiß, oft ist ein unpassender Lebensstil schuld an akuten und chronischen Rückenschmerzen.
Wer viel sitzt, hat mehr Beschwerden. In Schule, Universität oder im Bürojob sind junge Menschen auf ihren Stuhl angewiesen, stehendes Arbeiten ist zwar ergonomisch im Trend, wird aber noch zu wenig umgesetzt.
Belastend sind auch Jobs, die viel Körpereinsatz fordern. Lieferanten beispielsweise transportieren täglich Dutzende Pakete von A nach B, in der Logistik wird geschleppt, gehoben und oft auch „verhoben“. Ohne einen entsprechenden Ausgleich und Schulungen zur optimalen Rückenbelastung sind Schmerzleiden fast vorprogrammiert.
Seltener sind junge Menschen von Erkrankungen wie Wirbelgleiten betroffen. In diesem Fall kommt es unabhängig von Bewegung, Sport und Jobbelastung zu Schmerzen, die meist nur mit medizinischer Unterstützung gelindert werden können.
Im Alter wird das Rückenleiden chronisch
Altersbedingte Rückenschmerzen treffen (fast) jeden, selbst Sport und regelmäßige Bewegung beugen nur bedingt vor. Die Knochendichte verändert sich bei älteren Menschen und die Muskelmasse im Rücken nimmt ohne aktives Gegensteuern ab. Das beeinflusst die Position der Bandscheiben, sie können sich verlagern und Druck auf Nervenstränge ausüben.
Ist die Rückenmuskulatur geschwächt, verliert die Wirbelsäule ihren natürlichen Halt. Osteoporose kann auftreten und dazu führen, dass Rückenschmerzen durch Wirbelbrüche ausgelöst werden.
Doch auch im Alter kann ein ungesunder Lifestyle eine enorme Rolle spielen. Wer älter wird und sich gleichzeitig kaum bewegt, viel sitzt und seinem Körper schadet, leidet häufiger und oft sogar stärker unter Beschwerden.
Unter dem Motto „Stuttgart bewegt sich“ bietet die Landeshauptstadt von Baden Württemberg älteren, erkrankten und motivierten Menschen die Möglichkeit, sich auch im Alter fit zu halten. Oft ist es die Gemeinschaft, gepaart mit optimaler Anleitung, die Fitness spannender und interessanter macht.

