Ausbreitung der Tigermücke verhindern: Die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger ist gefragt
Von Dirk Meyer
In diesem Sommer hat das Gesundheitsamt Stuttgart durch ein Monitoring der Eiablage festgestellt, dass sich an der Grenze zu Korntal-Münchingen eine Population von Tigermücken etabliert hat. Diese Insekten stammen ursprünglich aus Südostasien und sind für ihre lästige Stechaktivität und das potenzielle Risiko der Übertragung von Krankheiten bekannt. Besonders alarmierend ist, dass die Tigermücke im Ei-Stadium den Winter überleben kann.
Prof. Stefan Ehehalt, der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, erklärt: „Die Tigermücke ist so anspruchslos, dass sie bereits kleinste Wasseransammlungen für die Eiablage nutzen kann.“
Typische Brutstätten sind Regentonnen sowie Igelfutter- und Vogeltränken, wenn das Wasser nicht regelmäßig ausgetauscht wird. Es wird empfohlen, dies mindestens alle fünf Tage zu tun. Belebte Gartenteiche und -tümpel gehören dagegen, aufgrund der dort lebenden Fressfeinde, nicht zu den bevorzugten Orten für Tigermücken.
Unsichtbare Eier: Leeren und reinigen Sie alle Behälter
Das Gesundheitsamt rät dringend dazu, alle Behälter, die im Winter geleert werden, gründlich zu reinigen, um eventuell unsichtbar abgelegte Eier zu entfernen und die Anzahl der Tigermücken in der nächsten Saison zu reduzieren.
Bei Tränken sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser regelmäßig gewechselt wird, mindestens alle fünf Tage. Regentonnen und ähnliche Behälter sollten mit Deckeln oder Netzen sorgfältig abgedeckt werden, um eine erneute Eiablage von Tigermücken zu verhindern.
Auch unbeabsichtigte Wasseransammlungen können zu Brutstätten werden, wie Restwasser in Untersetzer oder Eimern sowie verstopfte Regenrinnen und andere Bereiche. Es wird empfohlen, auch hier Maßnahmen zu ergreifen, um die Ursache zu beseitigen: Ungenutzte Untersetzer und Eimer sollten entfernt oder zumindest umgedreht im Garten aufbewahrt werden. Verstopfte Regenrinnen sollten gereinigt und ein guter Abfluss gewährleistet sein.
Betroffene Stadtteile: S- Weilimdorf und Korntal-Münchingen
Diese Ratschläge gelten für die gesamte Stadtgesellschaft, da die Zusammenarbeit aller unerlässlich ist, um die Tigermücken einzudämmen. Insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner von Weilimdorf, insbesondere entlang der Grenze zu Korntal-Münchingen, sind aufgefordert, bei der Bekämpfung der Brutstätten mitzuwirken.
Im Rest des Stadtgebiets sollten die Hinweise zur Bekämpfung von Brutstätten ebenfalls berücksichtigt werden. „Das ist sehr wichtig“, betont Dr. Florian Hölzl, Abteilungsleiter für Infektionsschutz und Umwelthygiene, „damit sich die Tigermücke in anderen Teilen Stuttgarts möglichst gar nicht erst ansiedeln kann.“

