Region Stuttgart: Zahl der Wohnungseinbrüche weiterhin auf niedrigem Niveau

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Es ist das Schreckensszenario schlechthin: Man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und freut sich auf ein schönes Abendessen und gemütlichen Abend auf dem Sofa. Kaum betritt man seine eigenen vier Wände, fallen herausgerissene Schubladen sowie auf dem Boden verstreute Wäschestücke und Bücher ins Auge: Ein Einbrecher ist ins Zuhause eingedrungen und sich Wertsachen unter den Nagel gerissen. Zurück bleibt nicht nur materieller, sondern in vielen Fällen auch ein psychologisch nicht zu unterschätzender Schaden, denn nachdem der eigene Mikrokosmos gewaltsam gestört wurde, fühlt man sich nicht mehr sicher.

Auch wenn Corona nahezu all unsere Lebensbereiche beeinflusst und Einschränkungen mit sich gebracht hatte, so hatte die Pandemie auch ihr Gutes: Dank dem Ausbau der Home Office-Angebote von Arbeitgebern, Quarantäne und Reduzierung sozialer Kontakte, fanden Einbrecher kaum noch große Zeitfenster, um ungestört in Wohnungen und Häuser einbrechen zu können.

2014 gab es in Baden-Württemberg einen Höchststand in Sachen Wohnungseinbruchdiebstahl. Im vergangenen Jahr erreichte diese Statistik mit 3.298 Fällen den tiefsten Stand seit über 50 Jahren. Die Fallzahlen gingen das siebte Mal in Folge zurück.

Das ist jedoch kein Grund, um sich in Sicherheit zu wiegen, denn nach wie vor gibt es viele Irrtümer im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen. So sind laut Beobachtung der Polizei meist nicht etwa Profis am Werk, sondern Gelegenheitstäter, die ungesicherte Fenster und Türen in wenigen Sekunden aufhebeln. Außerdem kommen die Täter in der Regel nicht im Schutze der Dunkelheit, sondern sind tagsüber aktiv, wenn sie niemanden in den Häusern vermuten.

Außerdem nutze es nur wenig, Wertsachen zu verstecken, denn egal ob unter der Matratze, hinter Büchern oder in der Keksdose: Langfinger kennen so gut wie jedes Versteck. Hat man sich eine Alarmanlage angeschafft, ist es damit nicht für alle Zeit getan. Diese verlangt auch eine fachgerechte Instandhaltung und Bedienung.

In mehr als der Hälfte aller Fälle gaben die Übeltäter vorzeitig auf, was den Bemühungen der Bewohnerinnen und Bewohner geschuldet ist, ihr Zuhause abzusichern. Solche überwiegend mechanischen Sicherungen zahlen sich aus.

Sonst ist häufig das Austauschen von Türschlössern durch einen Schlüsseldienst aus der Region unumgänglich. Bei der Anschaffung solcher Sicherheitsmaßnahmen kann man zuvor auf das Fachwissen von Fachbetrieben, Energieeffizienz-Experten und Polizei zurückgreifen, die kostenlose Beratungsangebote machen.  

Laut Experten sollten leicht erreichbare Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit einem geprüften einbruchhemmenden Fensterbeschlag versehen sein und zusätzlich einen abschließbaren Fenstergriff aufweisen. Diese Kombination sei deutlich effektiver als eines dieser Elemente allein.

Hat man also seinen persönlichen Sicherheitsstatus objektiv feststellen lassen, sich durch polizeiliche Beratungsangebote die richtige Sicherheitstechnik erarbeiten und fachmännisch montieren lassen, dann dürfte das Zuhause auch tatsächlich rundum sicher vor unerwünschten Zugriffen sein.


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