Digitale Behördengänge und IT-Amt: Stuttgart inzwischen Vorreiter bei Modernisierung

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Stuttgart wird zumeist nicht zu den Städten gezählt, die in Deutschland bei den Themen Digitalisierung und technologischer Wandel ganz weit vorne liegen. Doch Initiativen der Stadt ändern dies jetzt: Die Schaffung eines neuen IT-Amtes, digitale Möglichkeiten wie die Anmeldung des Wohnsitzes per Web und ein allgemein stärkerer Fokus auf die digitale Expertise sind in den vergangenen Jahren etabliert worden. Wie gut macht Stuttgart sich bei der Modernisierung?

Die Kompetenzen der Bürger wachsen weiter

Was vor einem Jahrzehnt noch unmöglich war, ist heute in Stuttgart Alltag: Digitale Verwaltung und Internet-Angebote haben in vielen Bereichen den Gang aufs Amt für die Bürger ersetzt. Und das hat auch einen guten Grund, denn die Internet-Kompetenzen der Stuttgarter werden immer größer. Oder anders ausgedrückt: Das technologische Alter von Stuttgarts Einwohnern sinkt.

Dadurch sind die Voraussetzungen für eine stärkere Digitalisierung auch in öffentlichen Bereichen inzwischen ganz andere, als es etwa noch vor zehn Jahren der Fall war. Diese Entwicklung ist klar belegt, nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch deutschlandweit können Behörden sie mithilfe von Studien und Umfragen nachvollziehen – und sich dementsprechend auf die Veränderung einstellen.

Für Verbraucher gibt es zudem die Möglichkeit, das eigene technologische Alter mithilfe von Tests im Internet akkurat einzuschätzen. Diese lehnen sich an echte Statistiken zur Internetnutzung verschiedener Altersgruppen an; und bestätigen ebenfalls den Trend.

Digitalisierung als Fokus für die Stadt

Und auf diese Entwicklung reagiert die Stadt Stuttgart aktuell in raschem Tempo: So wurde Ende letzten Jahres die Schaffung eines neuen IT-Amtes verkündet, um die digitalen Kräfte von Behörden künftig in einem eigenständigen Amt zu bündeln und so die Mordernisierung auch von offizieller Seite zu beschleunigen. Das Amt soll insgesamt 330 Stellen bieten.

Inzwischen steht Stuttgart beim Thema Digitalisierung allgemein sehr gut da. Ein Ranking des Yousign-Unternehmens etwa kam zu dem Schluss, dass in keiner anderen deutschen Großstadt mehr Dienstleistungen übers Netz in Anspruch genommen werden können, als in Stuttgart.

Insgesamt 16 Punkte erhielt Stuttgart im Ranking – sogar ihren Wohnsitz können die Bürger inzwischen online anmelden. Auch bei Passbeantragung, Urkundenbestellung oder bei der Beantragung eines Führerscheins bietet Stuttgart inzwischen viele digitale Möglichkeiten.

Deutschlandweit ist die Modernisierung ein Thema

Und auch weitere Daten belegen die Wandlung der Menschen hin zu digitalen Profis: So nutzen etwa bereits vier Fünftel der Erwachsenen in Baden-Württemberg die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen über das Internet zu kaufen. 6,5 Millionen Menschen im Bundesland hatten dies bis zum Sommer 2021 mindestens einmal getan. Stuttgart gehört auch hier, als eine der wichtigsten Städte in Baden-Württemberg, zu den Vorreitern.

Wenn man sich die deutschlandweiten Zahlen zur Smartphone-Nutzung ansieht, wird die Zunahme der digitalen Kompetenz noch deutlicher: Insgesamt 62,6 Millionen Smartphone-Nutzer gab es 2021 hierzulande. Damit besitzt fast jeder erwachsene Bundesbürger ein intelligentes Handy. Das ist auch in Stuttgart nicht anders. Und eben diese Faktoren sind es, welche die digitalen Kompetenzen der Bürger mit jedem Jahr immer weiter wachsen lassen und die Modernisierung erst ermöglichen.

Fazit

Mit der Schaffung des neuen IT-Amtes, größeren Möglichkeiten zur Digitalisierung der Verwaltung und anderen Initiativen, hat Stuttgart sich in nur wenigen Jahren zu einem Vorreiter bei der Modernisierung gewandelt. Inzwischen gehört Stuttgart sogar zu den am stärksten digitalisierten Städten in Baden-Württemberg. Das freut Einwohner und die Verwaltung gleichermaßen. Denn letztlich profitieren beide Seiten davon.


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