Arbeitslosenzahlen in der Südwestindustrie: 7.900 weniger als im Vorjahresmonat

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Die zu Beginn des Jahres 2020 weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten sich im März 2020 erstmals sichtbar negativ auf die Südwestindustrie ausgewirkt.

Von Dirk Meyer

Nach noch massiveren Rückschlägen insbesondere im April und Mai 2020 verringerten sich in den Folgemonaten die Rückgänge.

Gegen Ende des Jahres 2020 setzte eine Erholung ein, die sich mit Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2021 zunehmend verstetigte. Aktuell zeigt sich die Erholung – insbesondere bedingt durch die bestehenden Lieferengpässe – deutlich gebremst. Der konjunkturell nachlaufende Beschäftigtenstand blieb auch im August 2021 unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe2 in Baden-Württemberg im August 2021 rund 1,150 Millionen (Mill.) Personen und damit 7 900 Beschäftigte weniger als im August des Vorjahres (−0,7 %). Damit war im Vorjahresvergleich der zwanzigste Monat in Folge mit einem Personalabbau zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat Juli 2021 nahm die Zahl der Industriebeschäftigten nach sechsmonatiger Stagnation allerdings erstmals wieder spürbar um 3.900 Personen (+0,3 %) zu.

Dabei dürfte auch die saisonübliche Einstellung von befristet beschäftigten Aushilfs- und Ferienkräften im Hauptferienmonat August zum Personalaufbau beigetragen haben.

Diese Beschäftigungsverhältnisse enden üblicherweise in den Herbstmonaten. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis August 2021 durchschnittlich etwa 1,145 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 28 600 Personen weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2020 (−2,4 %).

Im August 2021 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von nominal 24,8 Milliarden (Mrd.) Euro.

Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2020, auf dessen Ergebnisse die weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus noch deutlich einwirkten, bedeutete dies ein vergleichsweise geringes nominales Umsatzplus von nur 0,9 Mrd. Euro (+3,8 %).

Im Zeitraum Januar bis August 2021 erreichten die Industriebetriebe einen Gesamtumsatz von rund 236,0 Mrd. Euro und somit eine Umsatzsteigerung von 31,4 Mrd. Euro (+15,4 %) zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2020. Zur Umsatzentwicklung trug besonders das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 21,5 Mrd. Euro (+18,7 %) auf 136,7 Mrd. Euro bei. Der Inlandsumsatz stieg um 9,9 Mrd. Euro (+11,1 %) auf rund 98,9 Mrd. Euro.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Zeitraum Januar bis August 2021 (58,0 %) deutlich über dem Vorjahreswert (56,4 %).


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