Das Praxismanagement – die umfassende Organisation einer Niederlassung

Heute ist das Management einer Praxis wichtiger denn je. Dieses stellt neben den reibungslosen Abläufen ein kosteneffizientes Arbeiten sicher. Ziel ist es, dass sich einerseits Patienten gut aufgehoben und betreut fühlen und anderseits das ganze Praxisteam entlastet wird. Im Auge behalten werden dabei immer Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Kommunikation und die Qualitätssicherung einer Praxis. Wie sieht ein Praxismanagement in der Realität aus und welche Vorteile bietet es?

Warum überhaupt ein professionelles Praxismanagement betreiben?

Nicht nur in der Wirtschaft sind die Veränderungen der letzten Jahre deutlich spürbar. Auch Arztpraxen, Apotheken und andere Dienstleistungseinrichtungen im Gesundheitswesen müssen sich zunehmend mit hohem Konkurrenzdruck, wirtschaftlich sinnvollem Handeln und den neuen Ansprüchen der Patienten auseinandersetzen. Ein professionelles Praxismanagement schafft die nötigen Strukturen für ein effizientes Arbeiten und legt die Grundlage für den Erfolg einer Praxis. Wer in Zukunft im Gesundheitswesen Schritt halten will, ist mit einem organisierten Praxismanagement gut aufgestellt.

Was umfasst ein Praxismanagement?

Das Praxismanagement plant effektive Arbeitsprozesse, damit diese reibungslos verlaufen. Ziel bei der Organisation und Überwachung ist es Kosten zu sparen, die Zufriedenheit der Patienten sicherzustellen und den niedergelassenen Arzt sowie das Praxisteam zu entlasten. Die lückenlose Dokumentation bietet nachvollziehbare Kennzahlen und legt Optimierungspotenziale offen. Eine weitere Aufgabe des Praxismanagements findet sich in der Verwaltung der Kosten- und Leistungsrechnung. Das Abrechnungswesen ist ein besonders komplexer Bereich, in dem sich qualifizierte Fachkräfte gut auskennen müssen, wie zum Beispiel innerhalb der Anforderungen bei KFO-Abrechnung (kieferorthopädischen Abrechnung). Letztlich sorgt ein gutes Praxismanagement für eine sinnvolle Auslastung der oftmals teuren Geräte, die vorher mit einem durchdachten Finanzplan erworben wurden, setzt Maßnahmen zur Qualitätssicherstellung durch und rekrutiert geeignetes Praxispersonal.

Und was machen Praxismanager/innen im täglichen Praxisablauf?

Praxismanager/innen sind neben dem organisatorischen Teil ebenso im täglichen Arbeitsablauf einer Praxis involviert. Hier verwalten, organisieren und dokumentieren sie Patientendaten und stellen die Datenschutzbestimmungen sicher, managen den Einkauf von benötigten Materialien, arbeiten eng mit den Krankenkassen in Bezug auf die Anrechnungen zusammen und erarbeiten mit den Kollegen die Arbeitseinsatzpläne. Darüber hinaus gehört auch der Patientenempfang zum Leistungsspektrum, wobei der Hauptfokus der Arbeit im Praxismanagement auf der Planung, Organisation und Optimierung der Strukturen liegt.

Wie etabliert man ein Praxismanagement?

Der Beruf des Praxismanagers ist kein Ausbildungsberuf, sondern kann mit einer Weiterbildung erlernt werden. Hierbei erhalten die angehenden Organisatoren einer Praxis alle wichtigen Methoden und Grundlagen an die Hand, um eine Niederlassung wirtschaftlich, patientenfreundlich und motivierend zu gestalten. Neben speziellen Lehrgängen an der IHK gibt es zahlreiche Fernstudiengänge, die sich an Arzthelfer, Logopäden, Pharmazeuten und viele weitere Akteure der Gesundheitsbranche richten. So wird sichergestellt, dass sich eine Praxis auch in Zukunft gut aufstellt und den Mitbewerbern einen Schritt voraus ist.


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