Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht fordert, dass die Online-Bank N26 mehr gegen Kriminalität wie Geldwäsche unternimmt

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Online-Banken haben im Gegensatz zu herkömmlichen Banken keine festen Filialen, sondern wickeln ihre Geschäfte online, telefonisch oder teilweise sogar per Post ab. Das bringt viele Vorteile mit sich. Zwar ist Online-Banking auch bei normalen Banken möglich, der Unterschied liegt aber darin, dass Online-Banken, wie zum Beispiel N26, ausschließlich im Internet agieren. Durch die wegfallenden Filialen sparen sie sich einiges an Kosten für die Miete der Büroräume und deren Ausstattung.

Außerdem benötigt eine Online-Bank weitaus weniger Mitarbeiter. Diese Einsparungen kann die Bank dann an ihre Kunden weitergeben. Das tut sie zum Beispiel in Form von gebührenfreien Kreditkarten oder in Form von Girokonten, die man kostenlos anlegen kann. Aber auch die Guthabenverzinsungen von Girokonten, durch die die Kunden keine zusätzlichen Sparkonten benötigen, sind durch diese Preiseinsparungen möglich. Allerdings bringen diese Online-Banken nicht nur positives mit sich. Neben der fehlenden persönlichen Beratung gibt es zusätzlich Nachteile und erhebliche Sicherheitslücken.

Die Aufgabe der BaFin

Mit entsprechenden Programmen ist es möglich, dass sich Hacker Zugriff auf private PCs verschaffen, um so an verschiedene Daten des Online-Bankings und an die Zugangsdaten von Konten zu gelangen. Um die Verbraucher hier zu schützen, gibt es die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie überwacht den gesamten Finanzmarkt, die Geldinstitute und außerdem Versicherungen und den Wertpapierhandel. Stellungnahmen von BaFin zufolge, sind Kryptowährungen, wie beispielsweise die erste islamische Kryptowährung “Caizcoin”, dem Kreditwesengesetz nach ebenfalls als Finanzinstrumente einzustufen. Sie unterliegen damit ebenfalls der Aufsicht der BaFin.

Dabei bringt Caizcoin einen entscheidenden Vorteil mit. Caizcoins Blockchain wurde so entwickelt, dass sie konform mit den Regeln des Islam ist, wofür sie sogar mit dem Fatwa-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Diese bestimmte Programmierung des Codes sorgt zudem automatisch für mehr Sicherheit alleine durch ihre neue und innovative Technologie.

Die Smartphone-Bank N26

Die Bank N26 ist eine dieser Direktbanken, die ihren Kunden die Verwaltung eines kostenlosen Girokontos und einer kostenlosen Kreditkarte via Smartphone-App anbietet. Die BaFin fordert sie nun dazu auf, striktere Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu ergreifen.

Dafür soll ihnen zur Unterstützung sogar ein Sonderbeauftragter an die Seite gestellt werden. Explizit weist die Online-Bank N26 Sicherheitslücken im Monitoring der EDV auf, die auch zu Problemen bei der Verifizierung und Identifizierung von Kunden nach sich zieht.

Auch gegen digitale Finanzkriminalität soll die N26 aktiv etwas unternehmen. Zwar hat N26 in der Vergangenheit schon Sicherheitsvorkehrungen gegen Geldwäsche aufgebaut, weist hier aber trotzdem noch zu große Defizite auf, die ausgeglichen werden müssen. Laut eigenen Angaben der N26 Online-Bank, würde sie die Auflagen der BaFin streng befolgen und die Kritikpunkte sachgemäß bearbeiten und verbessern. Für die Kunden der N26, ihre Einlagen und Konten habe das nach ihren Aussagen keine Auswirkungen.

Weiter berichtet die N26, dass sich kriminelle Machenschaften im Handel und dem Markt online seit der Coronapandemie global verstärkt haben. Eine der Betrugsmaschen ist zum Beispiel, dass augenscheinlich seriöse Anbieter, ahnungslose Nutzer dazu verleiten, neue Konten anzulegen. Das geschieht aber mit dem Hintergedanken, diese zu einem späteren Zeitpunkt auszunehmen. Das Ziel der BaFin ist es, diese manipulativen Betrüger zu stoppen und unrechte Transaktionen zu unterbinden, um die Verbraucher zu schützen.


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