Hotels, Restaurants und Cafés in Baden-Württemberg haben im Februar 2026 erneut weniger Geschäft gemacht, wenn Preissteigerungen herausgerechnet werden. Gleichzeitig ging auch die Zahl der Beschäftigten weiter zurück.
Dirk Meyer (kai)
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes lag der Umsatz im Februar 2026 preisbereinigt um 5,3 Prozent unter dem Niveau des gleichen Monats im Vorjahr. Damit setzt sich ein rückläufiger Trend fort, der bereits seit sechs Monaten anhält. Werden gestiegene Preise mit einbezogen, ergibt sich hingegen ein leichtes Plus von 1,8 Prozent.
Weniger Nachfrage trotz höherer Einnahmen
Die Entwicklung zeigt, dass viele Betriebe zwar mehr Geld einnehmen, dies jedoch vor allem an höheren Preisen liegt. Tatsächlich kommen weniger Gäste oder geben weniger aus. Dieser Unterschied wird deutlich, wenn man die Zahlen ohne Preissteigerungen betrachtet.
In Hotels, Pensionen und anderen Übernachtungsbetrieben sank der reale Umsatz um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen einschließlich Preissteigerungen um 1,0 Prozent. In Restaurants, Cafés und Bars fiel der Rückgang stärker aus: Hier lag der preisbereinigte Umsatz um 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, während die Einnahmen nominal um 2,1 Prozent zunahmen.
Rückgang bei den Beschäftigten
Parallel zur Umsatzentwicklung verringerte sich auch die Zahl der Beschäftigten. Insgesamt arbeiteten im Februar 2026 rund 1,2 Prozent weniger Menschen in Hotels, Restaurants und Cafés als im gleichen Monat des Vorjahres.
Besonders deutlich war der Rückgang in den Übernachtungsbetrieben, wo die Beschäftigtenzahl um 2,3 Prozent sank. In der Gastronomie fiel das Minus mit 0,8 Prozent geringer aus, zeigt jedoch ebenfalls eine anhaltende Abwärtsentwicklung.
Entwicklung hält seit Monaten an
Die aktuellen Zahlen bestätigen eine Entwicklung, die sich bereits über mehrere Monate erstreckt. Seit einem halben Jahr gehen die Umsätze in Hotels und Restaurants zurück, wenn Preissteigerungen berücksichtigt werden.
Während höhere Preise kurzfristig für steigende Einnahmen sorgen, zeigen die preisbereinigten Zahlen die tatsächliche wirtschaftliche Lage der Branche. Gleichzeitig deutet der Rückgang bei den Beschäftigten darauf hin, dass viele Betriebe ihre Personalsituation anpassen.
