Teil 82. In unserer neuen exklusiven Reihe berichten wir von außergewöhnlichen Stuttgartern. Ihre Geschichten, ihre Ansichten und natürlich ihr Bild in der Stuttgart Story.
Von Alexander Kappen
Stuttgart.Toni ist Portugiese und ist 52 Jahre alt, sechsfacher Vater und wohnt in Untertürkheim. Er hat bereits den Dalai Lama beschützt – in seinem Job als gelernte Security-Fachkraft.
„Ich habe auch schon als Detektiv gearbeitet, aber meine coolste Erfahrung war der Schutz des Dalai Lama, dem Oberhaupt des Buddhismus. Er war in Stuttgart zu Besuch und meine Security Firma hat das Event beschützt und so habe ich auf meinem Handy noch ein Foto mit dem berühmten Dalai Lama“, erzählt Toni stolz.
Er hat mit seiner polnischen Ehefrau 6 Kinder, die alle bereits volljährig sind. „Das war ein Kraftakt aber wir haben als Familie viel Spaß gehabt im Freizeitparks und bei Gesellschaftsspielen. Bei uns in Portugal macht allen das Familienleben Spaß. Gemeinsame Entscheidungen fällen wir immer demokratisch und versuchen das schnell nachzuholen was sich die Minderheit gewünscht hat. So waren wir vor kurzem Bowlen in Esslingen mit acht Leuten…“, sagt er. An Stuttgart gefällt ihm das große Kulturangebot eben für Familien. Ins Lokal „Steakhouse“ in der Stadtmitte geht er gerne und er erinnert sich an alter Zeiten im Jugendhaus Mitte.
„Wir haben uns immer gefetzt mit Jungs aus Cannstatt, aber es lief immer fair ab. Niemand hatte ein Messer dabei und wenn jemand am Boden lag, hört man auf.“ Er vermisst die Zeit auf der Straße mit Kumpels. „Heutzutage hängen die Kids nur noch am Handy und die persönlichen Kontakte sind weniger gewirden“, sagt er seufzend.
