fotshot / Pixabay

Stuttgart. Im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ist Ende Januar 2026 ein neuer Persischer Leopard eingezogen. Der sieben Jahre alte Kater mit dem Namen Khal stammt aus einem Zoo in Spanien und ist nach einer Eingewöhnungsphase nun regelmäßig auf der Außenanlage zu sehen.

Dirk Meyer (kai)

Mit der Ankunft des Tieres ist die Anlage für Persische Leoparden in der Wilhelma wieder besetzt. Bereits im Frühjahr 2025 war das zuvor dort lebende Tier im Alter von 19 Jahren gestorben, sodass das Gehege vorübergehend leer stand.

Art mit schrumpfendem Lebensraum

Der Wilhelma hält mit dem Neuzugang erneut eine Unterart, die in freier Wildbahn als stark gefährdet gilt. Der Persischer Leopard lebt ursprünglich in Vorderasien, heute vor allem im Iran. Nach Angaben des Zoos ist der Bestand in der Natur stark zurückgegangen. Die Tiere kommen dort nur noch in voneinander getrennten Gebieten vor, was den Austausch zwischen einzelnen Gruppen erschwert und die Fortpflanzung zusätzlich beeinträchtigt.

Vor diesem Hintergrund beteiligen sich europäische Zoos an koordinierten Zuchtprogrammen. Ziel ist es, eine stabile Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen, um das Überleben der Unterart langfristig zu sichern. Diese Programme werden international abgestimmt. Für jedes Tier wird geprüft, mit welchem Partner oder welcher Partnerin eine genetisch sinnvolle Paarung möglich ist. Da Leoparden Einzelgänger sind, müssen sie bis zu einer möglichen Zusammenführung getrennt und artgerecht gehalten werden.

Die Entscheidung, das Tier nach Stuttgart zu bringen, erfolgte in Abstimmung mit dem Koordinator des sogenannten Ex-situ-Programms. Dieser Begriff bezeichnet Schutz- und Zuchtmaßnahmen außerhalb des natürlichen Lebensraums, also etwa in Zoos. Für Khal bedeutet dies nun einen festen Platz innerhalb des europäischen Netzwerks zur Erhaltung des Persischen Leoparden.

Nachfolge für verstorbenen Leoparden

Der neue Leopard bezieht eine Anlage, die nach dem Tod des vorherigen Tieres zeitweise ungenutzt war. Der frühere Bewohner war im Frühjahr 2025 im hohen Alter von 19 Jahren gestorben. Damit verlor die Wilhelma eines ihrer ältesten Tiere dieser Art.

Mit dem Einzug des siebenjährigen Katers steht die Anlage nun wieder für Besucher offen. Nach Angaben des Zoos verlief die Eingewöhnung planmäßig. Inzwischen zeigt sich das Tier häufiger im Außenbereich, was darauf hindeutet, dass es sich an die neue Umgebung gewöhnt hat.

Die Wilhelma gehört zu den zoologischen Einrichtungen in Deutschland, die sich regelmäßig an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen beteiligen. Neben der reinen Haltung liegt der Schwerpunkt auf der langfristigen Sicherung bedrohter Arten. Der Persische Leopard zählt dabei zu den Tierarten, deren Zukunft in freier Wildbahn als unsicher gilt.

Mit dem Neuzugang setzt der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart seine Beteiligung an diesen Schutzmaßnahmen fort. Für Besucher bietet sich damit erneut die Möglichkeit, einen Vertreter dieser selten gewordenen Großkatzen aus nächster Nähe zu beobachten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von rein technischen Cookies zu. Wir verwenden keine Marketing- oder Analyse Cookies. Wir interessieren uns nämlich nicht für dein Surfverhalten. Andere hingegen schon. Deswegen werden iframes, eingebettete Videos und Scripte nicht angezeigt, solange du nicht auf "Akzeptieren" drückst. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen