Stuttgart. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Baden-Württemberg hat im dritten Quartal 2025 spürbar zugenommen. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom Neubau, wobei Mehrfamilienhäuser den größten Anteil am genehmigten Wohnraum stellten.
Dirk Meyer (kai)
Im September 2025 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 2.097 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entspricht dies einem Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat September 2024 und setzt damit einen positiven Trend fort, der sich bereits in den Vormonaten abgezeichnet hatte.
Anstieg im Monats- und Quartalsvergleich
Von den im September genehmigten Wohnungen entfielen 1.666 Einheiten auf neu zu errichtende Gebäude. Weitere 431 Wohnungen entstanden durch bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden, darunter Umbauten, Ausbauten und Erweiterungen. Damit blieb der Neubau auch auf Monatsebene der wichtigste Treiber der Genehmigungsentwicklung, während der Beitrag von Bestandsmaßnahmen ergänzend wirkte.
Noch deutlicher fällt der Zuwachs bei einer quartalsweisen Betrachtung aus. Im dritten Quartal 2025 wurden insgesamt 8.401 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 entspricht dies einem Plus von 6,7 Prozent. Auch hier dominierte der Neubau: 6.560 Wohnungen entfielen auf neu zu errichtende Gebäude, während 1.582 Wohnungen durch bauliche Veränderungen an bestehenden Gebäuden genehmigt wurden. Die Zahlen verdeutlichen, dass der Aufwärtstrend nicht auf einzelne Monate beschränkt blieb, sondern sich über den gesamten Quartalsverlauf erstreckte.
Struktur des genehmigten Neubaus
Die Aufschlüsselung der genehmigten Neubauwohnungen nach Gebäudearten zeigt eine klare Schwerpunktsetzung. Den größten Anteil nahmen Mehrfamilienhäuser mit drei oder mehr Wohnungen ein. In dieser Kategorie wurden im dritten Quartal 2025 insgesamt 4.043 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 16,4 Prozent entspricht. Mehrfamilienhäuser stellten damit erneut das Rückgrat des Wohnungsneubaus im Land dar.
Daneben wurden 1.469 Wohnungen in Einfamilienhäusern genehmigt. In dieser Gebäudeart fiel der prozentuale Anstieg mit 39,0 Prozent besonders deutlich aus, wenngleich das absolute Volumen hinter dem der Mehrfamilienhäuser zurückblieb. Zweifamilienhäuser trugen mit 534 genehmigten Wohnungen zum Neubau bei, was einem moderaten Zuwachs von 3,5 Prozent entsprach. Auffällig war zudem die Entwicklung bei Wohnheimen, für die 514 Wohnungen genehmigt wurden. Hier lag der Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum bei 104,0 Prozent, ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Ausgangsniveau.
Deutlicher Abstand zum Vorjahresquartal
Auch im Jahresvergleich zeigt sich eine ausgeprägte Dynamik. Im dritten Quartal 2025 lag die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich über dem entsprechenden Wert des Vorjahresquartals. Während im dritten Quartal 2024 insgesamt 6.741 Wohnungen genehmigt worden waren, erreichte die Zahl im aktuellen Berichtsquartal 8.401 Einheiten. Dies entspricht einem Anstieg von 24,6 Prozent.
Die Daten machen deutlich, dass der Wohnungsbau in Baden-Württemberg im dritten Quartal 2025 insgesamt an Umfang gewonnen hat. Insbesondere der hohe Anteil der Mehrfamilienhäuser unterstreicht ihre zentrale Bedeutung für die Schaffung neuen Wohnraums, während zugleich auch andere Gebäudearten zur Ausweitung der genehmigten Kapazitäten beitrugen.

