Stuttgart. Beim ersten Einsatztag der Polizei im Rahmen der Europa League-Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und Maccabi Tel Aviv hat das Polizeipräsidium Stuttgart eine positive Zwischenbilanz gezogen. Am Mittwoch (10. Dezember 2025) waren mehr als tausend Polizistinnen und Polizisten im Innenstadtbereich im Einsatz.
Dirk Meyer (kai)
Polizeilicher Einsatz in der Innenstadt
Der Einsatz der Polizei konzentrierte sich auf den Schutz des Weihnachtsmarktes sowie die Begleitung von Versammlungslagen. Zu diesen Versammlungen gehörte eine propalästinensische Kundgebung am Rothebühlplatz, an der etwa 100 Personen teilnahmen. Die Polizei setzte neben Streifenwagen auch Hubschrauber und Drohnen zur Überwachung und Unterstützung des Einsatzes ein.
Vorläufige Festnahmen im Zusammenhang mit antisemitischen Vorfällen
Im Verlauf der Versammlung kam es zu zwei Vorfällen, die polizeiliche Maßnahmen nach sich zogen. Ein 30-jähriger Mann wurde vorläufig festgenommen, weil er im Bereich der Königstraße antisemitische Parolen lautstark geäußert haben soll. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen. Ein weiterer Vorfall ereignete sich, als ein 47-jähriger Tatverdächtiger einen Teilnehmer der Versammlung beleidigt haben soll. Auch dieser Mann wurde von der Polizei vorübergehend festgenommen, nach Abschluss der Maßnahmen jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.
Einsatzleiter äußert sich zufrieden
Am Ende des ersten Einsatztages zog Polizeiführer Carsten Höfler eine positive Bilanz. In einer ersten Einschätzung erklärte er, die Situation sei weitgehend störungsfrei verlaufen. „Die erste Halbzeit des Einsatzes ist gespielt – wir haben nichts zugelassen und gehen mit einem störungsfreien Spielstand in die Pause“, so Höfler. Auch für den zweiten Einsatztag am Donnerstag sei der Anspruch, einen ruhigen Verlauf zu gewährleisten, weiterhin gegeben.
Der Einsatz wird auch weiterhin durch eine verstärkte Polizeipräsenz begleitet, um die Sicherheit rund um die Europa League-Partie und die damit verbundenen Versammlungen zu gewährleisten.

