Ein neuer digitaler Klimaatlas bietet der Region Stuttgart aktuelle Daten und Karten zu Klimarisiken. Kommunen können mit dem Tool Maßnahmen zur Anpassung an Hitze, Starkregen und weitere Folgen des Klimawandels besser planen.
Dirk Meyer (kai)
Die Region Stuttgart sieht sich bereits jetzt mit den Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen, Tropennächten und Starkregen konfrontiert. Um Kommunen bei der Anpassung zu unterstützen, haben der Verband Region Stuttgart und die Universität Stuttgart ein neues Online-Tool entwickelt. Der digitale Klimaatlas liefert frei zugängliche Daten, Karten und konkrete Handlungsempfehlungen, die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Funktionen und Daten des Klimaatlas
Der Klimaatlas ersetzt die vorherige Version aus dem Jahr 2008 und berücksichtigt nun Szenarien einer globalen Erwärmung um zwei Grad Celsius.
Er zeigt interaktive Karten mit Hitze- und Starkregengefahren, Kaltluftströmen sowie gefährdeten Bevölkerungsgruppen und sensiblen Infrastrukturen. Ein neu integriertes Starkregengefahrenkataster ermöglicht eine detaillierte Risikoanalyse.
Praxisnahe Pilotprojekte und Kooperationen
Für zwei Pilotgebiete, den Neckar-Park in Stuttgart-Bad Cannstatt und die Neckartalachse, sind beispielhafte Klimaanpassungsmaßnahmen wie Dachbegrünungen und Regenwassermanagement hinterlegt.
Das Projekt ISAP wird mit rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Beteiligte Partner sind neben der Universität Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart verschiedene Forschungsinstitute und städtische Stellen.
