Paul Hanaoka / Unsplash

Weil ein Schöffe (Laienrichter) am Handy herumgespielt hatte, stellte ein Verteidiger einen Befangenheitsantrag und kam damit durch.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Die Stuttgarter Schuss-Serie war im vergangenen Jahr leider in aller Munde. Zwei Banden multi-ethnischer Herkunft spielten bei ihren Kämpfen mit scharfer Munition wohl Netflix-Serien nach wie „schnelles Geld“ oder dergleichen. Anders kann man es sich nicht erklären, weil im Stuttgarter Raum kannte man vorher noch nichts Vergleichbares. In amerikanischen Ghettos oder auch in Schwedischen Großstädten ist es leider schon fast Alltag geworden: junge Männer schießen aufeinander.

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe von 30 Beamten zusammengestellt, die bereits rund 80 Bandenmitglieder in den Knast gebracht haben. Die Ermittlungen laufen weiter…

Stuttgart Journal hofft im Jahr 2025 auf mehr Vernunft und eventuelle Friedensgespräche zwischen den Gruppen (ja auch das kennt man auch den Crime-Serien!). Sinnvoller ist es sich an einen Tisch zu setzen, um weiteren Ärger mit der Justiz zu vermeiden, denn sonst verliert man Mitglieder, ein ruhiges Umfeld und wohl auch Waffen, Geld, Drogenvorräte…

Denn umso mehr Schießereien es im sonst so ruhigen Schwabenländle gibt, umso mehr wird die Justiz ermitteln …

Nun gibt es Neuigkeiten um einen damit zusammenhängenden Mordprozess am Stuttgarter Landgericht. Im März 2023 fand eine Schießerei im Stadtteil Zuffenhausen statt. Fünf Prozesstage hatten statt gefunden. Im November hatte das Gericht den Prozess abgebrochen. Denn ein Schöffe hatte am Handy Whatsapp Nachrichten beantwortet.

Ein Verteidiger hat einen Befangenheitsantrag gestellt und damit durchgekommen. Nun wird alles von 0 an neu verhandelt. So hat die Verteidigung mehr Zeit gewonnen und kann neue Strategien planen. Zudem werden sich dann Zeugen noch schlechter erinnern können, denn die Taten liegen dann noch weiter zurück…

Die drei Angeklagten wird’s freuen. Sie sollen in Zuffenhausen einen Bandenanführer vor einer Pizzeria erschossen haben. Beim Schöffengericht gibt es normalerweise einen Richter und zwei Schöffen, die gemeinsam das Urteil sprechen durch eine gerechte Abstimmung, in der jeder eine Stimme hat.

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