Der städtebauliche Wettbewerb „Neuer Stadtraum B 14“ bringt viele kreative Ansätze
Von Alexander Kappen
Stuttgart. Die Stuttgarter Stadtautobahn B 14 kennt wohl jeder in der Stadt. Spätestens jeder Autofahrer, der – mal wieder zu schnell unterwegs – geblitzt wurde. Tempo 40 gilt auf dem Innenstadt-Bereich. Für eine Autobahn ein geringer Wert. Sogar Tempo 30 ist nun in der Diskussion. Im September 2020 rief die Stadt einen Architekten-Wettbewerb aus. „Neuer Stadtraum B 14“ war der Name, der viele neue Ideen brachte.
Der Siegerentwurf kam vom Stuttgarter Büro „asp Architekten“. Cem Arat, Markus Weismann und ihr Team sprachen von einer „Rückeroberung des Stadtraums“.
Zwischen Charlottenplatz und Oper sollte eine Verwandlung in eine ganz normal Stadtstraße erfolgen. Mit Ampeln und Möglichkeiten für Fußgänger zu queren. Auch das Phänomen „Stau“ sollte so aus der Welt geschafft werden. Seitdem ist aber nichts mehr passiert. Die Stadt prüft wohl die Machbarkeit des Projekts – und auch die Kosten…
Architekt Weismann klagt gegenüber einer lokalen Zeitung: „Ich vermisse die notwendige Kraft im Umgang mit dem B 14-Projekt. Gerade die Automobil-Region beginnt (aber) zu begreifen, dass der anstehende Strukturwandel nicht nur ein technischer sein kann, sondern auch kulturell und gesellschaftspolitisch sein muss“.
Bleibt abzuwarten, ob hier eine Anpassung an das Stadtbild erfolgt und nicht nur Blitzer (und der neue teurere Bußgeldkatalog) für eine Verlangsamung sorgen.

