Teil 29. In unserer neuen exklusiven Reihe berichten wir von außergewöhnlichen Stuttgartern. Ihre Geschichten, ihre Ansichten und natürlich ihr Bild in der Stuttgart Story.

Manuel Borrego Beltran (51) ist Mitarbeiter vom Café 72, der größten Anlaufstelle für Obdachlose in Stuttgart. Hier in Cannstatt hat er seine Berufung gefunden. „Früher war ich als gelernter Strettworker den ganzen Tag auf der Straße und habe gestrandeten Jugendlichen geholfen“, erinnert sich der Spanisch stämmige Manuel. „Mittlerweile ist es bei mir etwas ruhiger geworden, weil ich überwiegend nur noch im Café 72 arbeite“, sagt Manuel.

Seine Erfahrung als Streetworker gibt er an die akutellen Streetworker weiter und ist aber weiterhin ab und zu auf der Straße. „Als Café 72-Mitarbeiter muss ich ja wissen was draußen abgeht“, sagt er. Das bekommt er im Café zur Genüge aber auch. Dort gehen die Obdachlosen ein und aus, duschen sich, kochen und waschen ihre Wäsche. „Manchmal entstehen hier auch Freundschaften zwischen Personal und Kundschaft“, sagt Manuel.

Genauso verhält es sich auf dem Foto wo man Manuel (rechts) gemeinsam mit einem jungen mittelamerikanischen Flüchtling sieht. „Der Junge kam einige Zeit hierher und ist mir richtig ans Herz gewachsen“, sagt Manuel mit Tränen in den Augen. Er ist eben der Streetworker aus Leidenschaft…

Ein Gedanke zu „Stuttgart Story: Der Streetworker aus Leidenschaft“
  1. Hallo Herr Borrego,
    ich bins Viola Zdych vom Bodensee . Ich blättere gerade durch die Seiten Stuttgart und habe mich an Stuttgart und meine Wohnungslosigkeit in Stuttgart, Brunnenstraße erinnert. Ich habe mich bis jetzt nicht bei Euch bedankt für Eure Hilfe. Ich wohne jetzt in der ZfP Reichenau mit dem Befund : paranoide Schizophrenie. Irgendwie hat mich diese Erkrankung komplett aus der Bahn geworfen. Ich Arbeite hier in der Arbeitstherapie beim Dübel zählen , verpacken … Das mein Leben nun endlos so weiter laufen soll erschreckt mich insbesondere deswegen weil ich enterbt wurde und keine Veränderung in meiner Zukunft sehe. Nur wenn ich sehe , wie andere Leute zu kämpfen haben, bin ich froh hier zu sein. Dennoch werde ich nicht aufgeben irgendwann wieder eine Wohnung zu haben. Na ja , mit dem Job wird es mit 58 schwierig werden. Meine Zeit als OP Pfleger ist offenbar vorbei. Ich frue mich für jeden der bis in den Ruhestand arbeiten gehen darf. Ich hoffe Euch geht es allen gut im Cafe 72. Manchmal treffe ich Willy, dem geht es offenbar gar nicht gut . Viele ehemalige Freunde die ich bei Euch kennen gelernt habe, haben sich offenbar nie erholt. So traf ich Fatih Eksioglu im Winter, mit kurzer Hose und Flip Flops am Hauptbahnhof – er war kmplett durch den Wind. Mesut rennt mit unmöglicher Kleidung durch Stuttgart …

    Kurz um -ich will mich bei Euch für Eure Hilfe bedanken, ich denke wir sehen uns gelegentlich wenn ich in Stuttgart bin wieder und wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026.
    Liebe Grüße
    Viola Zdych

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