Es ist kein Ende absehbar: Im vergangenen Jahr wurden so viele Wohnungen neu gebaut, wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Dabei steigt der Bedarf von Monat zu Monat. Grund dafür ist die verstärkte Zuwanderung nach Baden-Württemberg sowie die wachsenden Verdichtungsräume. Dies alles befeuert den Bedarf an neuen Wohnungen in der Region Stuttgart sowie in ganz Baden-Württemberg.
Von Dirk Meyer
Die Zahl der in diesem Jahr von den Baurechtsbehörden neu genehmigten Wohnungen hat im Vergleich zum Vorjahr um gut 8 % zugenommen. Die Zahl der Baugenehmigungen gibt einen aussagekräftigen Hinweis auf das in der Folgezeit zu erwartende Baugeschehen.
Insgesamt konnten im vergangenem Jahr nach Angaben des Statistischen Landesamt 33.476 fertiggestellte neue Wohnungen in Wohngebäuden gezählt werden. Das waren knapp 5 % mehr als 2014. Es handelte sich um Bauvorhaben mit 5,9 Mrd. Euro veranschlagten Bauwerkskosten1 und 3,72 Mill.m2 neuer Wohnfläche.
Hinzu kommen noch 765 neugebaute Wohnungen, die in sogenannten Nichtwohngebäuden errichtet wurden. Dabei handelt es sich um Gebäude, in denen die Wohnfläche weniger als die Hälfte der Nutzfläche beträgt.
Aussicht Immobilienmarkt Stuttgart 2017
Zwischen Januar und März 2016 meldeten die Baubehörden den genehmigten Bau von 10.738 neuen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Im Vergleich der entsprechenden Vorquartale der letzten 10 Jahre ragt das 1. Vierteljahr 2016 mit den höchsten Genehmigungszahlen für Wohnbaumaßnahen heraus.
2016 und 2017 verspricht für den Wohnungsbau also wieder ein „starkes“ Jahr zu werden. Offensichtlich können die historisch niedrigen Hypothekenzinsen oder Geldbeschaffungskosten die deutlich anziehenden Baukosten wenigstens zum Teil kompensieren und beflügeln, gemeinsam mit dem durch die steigende Zuwanderung generierten Bedarf, die Nachfrage im Wohnungsbau weiter.

