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Stuttgart. Genau 748 Paare gingen in Baden‑Württemberg im vergangenem Jahr 2015 eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ein, das waren rund 8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit gab es Ende 2015 insgesamt etwas mehr als 5.800 Paare im Südwesten, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebten.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes standen diesen 748 eingegangenen Lebenspartnerschaften 52.627 Eheschließungen gegenüber. Lebenspartnerschaften wurden im vergangenen Jahr etwas häufiger von Frauen als von Männern eingegangen, nämlich in gut 53 Prozent der Fälle. Die gleichgeschlechtlichen Paare waren dabei beim »Ja-Wort« älter als Ehepaare bei der Hochzeit: Das Durchschnittsalter lag bei von Frauen geschlossenen Lebenspartnerschaften bei 41 Jahren; bei einer Eheschließung waren Frauen dagegen im Schnitt 33 Jahre alt. Männer gingen im Jahr 2015 im Alter von durchschnittlich 42 Jahren eine Lebenspartnerschaft ein, bei einer Eheschließung waren sie dagegen durchschnittlich 36 Jahre alt.

In knapp 80 Prozent der eingegangenen Lebenspartnerschaften hatten beide Partner eine deutsche Staatsangehörigkeit. Bei zwischen Deutschen und Ausländern geschlossenen Partnerschaften waren solche mit einer italienischen, einer US-amerikanischen sowie einer französischen Staatsangehörigkeit noch am häufigsten. Bei 541 und damit knapp drei Viertel der geschlossenen Lebenspartnerschaften waren beide Partner ledig. Relativ häufig waren aber auch Partnerschaften, bei denen mindestens eine der Partnerin bzw. einer der Partner geschieden war, das bedeutet, bei jeder 5. Partnerschaft war dies der Fall.

Innerhalb des Landes zeigt sich ein deutliches »Stadt-Land-Gefälle«: Am häufigsten gingen Paare in den Stadtkreisen Mannheim, Heidelberg, Ulm, Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg i. Br. eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft ein.1 Die wenigsten Partnerschaften gab es dagegen – wiederum unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einwohnerzahlen – in den überwiegend ländlich geprägten Landkreisen Freudenstadt und Biberach sowie Zollernalb- und Neckar-Odenwald-Kreis.(red/lm)

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