Geld ist nur ein Konstrukt, welches das Zusammenleben und den Austausch der Menschen regelt und leichter macht. Besonders seit der Finanzkrise möchten immer mehr Bürger ihre erarbeiteten Werte sicher für die Zukunft anlegen. Geld- und Sachwerte kommen da in die engere Wahl, denn sie sind tatsächlich vorhanden. Allerdings sind auch sie Wertschwankungen unterworfen und müssen gelagert werden. Das ist unbedingt einzuplanen und mitunter kostenintensiv.
Die Münzen als uraltes Wertsymbol
Als uraltes Zahlungsmittel und Geldsymbol sind die Münzen nicht nur ein lohnendes, sondern ebenfalls interessantes Anlagefeld. Das beginnt mit seltenen Euromünzen und Münzen der Münzkontore und Prägestätten der Bundesrepublik. Hier wird z.B. eine wertvolle Euro-Sonderprägung bei der Ausgabe zum reellen Wert getauscht. Der Wert der Sondermünze steigt mit den Jahren. Einsteiger können auf diese Art gut mit dem Münzensammeln beginnen. In höhere Regionen der Münzkunde sollte sich der Anleger langsam bewegen und zuerst Fachkenntnis aneignen. Münzen sind ein komplexes und schwieriges Anlagegebiet. Für Preise bis zu 5000,00 Euro sind europäische und deutsche Taler des 16. bis 19. Jahrhunderts zu haben. Die Preise variieren jedoch beträchtlich, Sachkenntnis ist hier das A und O. Europäische Goldmünzen des 15. bis 18. Jahrhunderts werden mit bis zu 20000,00 Euro gehandelt, aber nur in feinster Qualität. Werte bis 150000,00 Euro erreichen antike Silbermünzen der griechischen Zeit und Spitzenstücke des römischen Imperiums.
Kunst steigt und fällt rasant
Wieder ins Gespräch gekommen sind zudem die Werte, die Jahre und Jahrzehnte überdauern. Die historischen Adelsdynastien machen es vor. Kunst wird mit den Jahren manchmal sogar wertvoller. Trotzdem ist etwa der Erwerb von Gemälden gar kein so sicheres Geschäft, da spielen nicht nur eventuelle Fälschungen eine Rolle. Die Preise für bestimmte Maler variieren im Laufe der Zeit beträchtlich. Der Wert des Bildes hängt nicht von einem tollen Aussehen ab. Ein Beispiel dafür ist der 1958 verstorbene Erfurter Kunstmaler Alexander Gebhardt. In den 1920er Jahren war er ein Künstler, dessen Werke relativ hohe Preise erzielten und in einschlägigen Kunstlexika abgebildet wurden. Heute kauft die wirklich ansprechenden und handwerklich einwandfreien Werke auf Auktionen kaum noch jemand und die Preise liegen um die 200,00 Euro.
Andere alternative Anlageformen
Viele Interessierte denken bei der heutigen Auswahl gar nicht daran, in welche Werte eine Anlage möglich ist. Ein Einstieg in Wein ist relativ preiswert, gute Jahrgänge sind für bis zu 500,00 Euro zu haben. Eine Flasche1990er Château Grand-Puy-Lacoste gibt es für ca. 175,00 Euro. Gute Lagermöglichkeiten sind natürlich Bedingung dieser Anlage. Schweizer Uhren kommen ebenfalls wieder ganz neu für Privatanleger in die Wahl. Hier ist es möglich, bei 5000,00 Euro zu beginnen. Dafür gibt es nicht viel, aber z.B. ältere Platinuhren der Marke Omega.

