Die Südwestindustrie verzeichnete im Oktober 2025 einen moderaten Anstieg bei Auftragseingang, Produktion und Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings ging die Zahl der Beschäftigten weiter zurück, was ein gemischtes Bild der aktuellen konjunkturellen Entwicklung zeichnet.
Dirk Meyer (kai)
Im Oktober 2025 zeigte die Südwestindustrie insgesamt eine leicht positive Entwicklung. Der Auftragseingang stieg im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent, während die Produktion um 3,8 Prozent zunahm. Auch der Umsatz legte moderat um 0,9 Prozent zu. Trotz dieser positiven Tendenzen gab es jedoch einen Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen, die im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent sanken.
Auftragseingang und Produktion im Plus
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes erreichte der Auftragseingang der Südwestindustrie im Oktober 2025 einen Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Entwicklung resultierte nahezu ausschließlich aus dem Inlandsgeschäft, das einen Zuwachs von 3,1 Prozent verzeichnete.
Dagegen nahm das Auslandsgeschäft um 1,3 Prozent ab. Im Vergleich zum Vormonat September 2025 ging der Auftragseingang um 0,5 Prozent zurück. Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2025 betrug das Auftragsplus im Vergleich zum Vorjahr 4,9 Prozent, wobei das Auslandsgeschäft (+7,2 %) einen deutlich stärkeren Anstieg verzeichnete als das Inlandsgeschäft (+1,1 %).
Die Produktion in der Südwestindustrie stieg im Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. Auch gegenüber dem Vormonat September 2025 konnte ein Anstieg von 1,5 Prozent verzeichnet werden. Trotz dieses positiven Trends lag die kumulierte Produktion im Zeitraum von Januar bis Oktober 2025 mit einem Minus von 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Umsatzentwicklung bleibt gemischt
Der reale Umsatz der Südwestindustrie nahm im Oktober 2025 um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Diese positive Entwicklung war jedoch ausschließlich auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, das um 2,2 Prozent zulegte. Das Inlandsgeschäft verzeichnete einen Rückgang von 1,0 Prozent.
Gegenüber dem Vormonat September 2025 stieg der Umsatz um 0,7 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2025 lag der kumulierte Umsatz preis- und arbeitstäglich bereinigt 2,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, wobei das Inlandsgeschäft (-3,9 %) stärkere negative Impulse setzte als das Auslandsgeschäft (-1,1 %).
Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen
Im Bereich der Beschäftigung setzte sich der Rückgang fort. Im Oktober 2025 waren in den Industriebetrieben des Südwestens rund 1,146 Millionen Menschen tätig, was einen Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet.
Auch im Vergleich zum Vormonat September 2025 sank die Zahl der Beschäftigten um 0,4 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2025 waren im Durchschnitt etwa 1,153 Millionen Personen in der Südwestindustrie beschäftigt, was einem Rückgang von rund 24.000 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Ausblick und Bundesdaten
Die Entwicklung in der Südwestindustrie zeigt zu Beginn des vierten Quartals 2025 eine gemischte Bilanz aus moderaten Wachstumszahlen bei Aufträgen, Produktion und Umsatz, während die Beschäftigtenzahlen weiterhin rückläufig sind.
Die endgültigen Bundesergebnisse für den Auftragseingang, Umsatz und Produktionsindex werden in den kommenden Wochen vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht.

