In den 17 Festtagen kamen 100 000 Besucher mehr als im vergangenen Jahr.

Von Alexander Kappen

Stuttgart-Bad Cannstatt. Um 23 Uhr gab es gestern das große Abschluss-Feuerwerk auf dem Wasen. Damit gingen 17 Festtage zu Ende. Die Besuchergrenze von vier Millionen wurde „geknackt“. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Die positive Bilanz liegt auch am Rückgang der Straftaten: 677 Fälle sind bei der Polizei angezeigt worden, das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Gewaltdelikte gingen stark zurück, die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen halbierte sich sogar. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Verstöße gegen das Waffengesetz, etwa durch mitgebrachte Taschenmesser. Dies ist aber auch verboten. Der Anstieg könnte aber auch an den verstärkten Waffen-Kontrollen liegen.

Rund um die Fruchtsäule, dem historischen Wahrzeichen des Traditionsfestes, präsentierten 330 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute ihre vielfältigen Angebote. Ob Doppellooping-Achterbahn, Autoskooter oder Kettenkarussell – moderne Fahrgeschäfte treffen auf dem Wasen auf beliebte Klassiker. In den Festzelten servieren die Wasenwirte. Deftiges wie Schweinshaxe, Rostbraten oder Maultaschen zur Maß Bier.

Seit 199 Jahren wird auf dem Cannstatter Wasen gefeiert. Den Grundstein legten der württembergische König Wilhelm I. und seine Frau Katharina. Eine Kombination aus Volksfest und landwirtschaftlichem Fest mit Pferderennen und Preisverleihungen für herausragende Leistungen in der Viehzucht, sollte die nach den napoleonischen Kriegen schwer geschädigte württembergische Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen.

Am 28. September 1818, einen Tag nach des Königs 36. Geburtstag, war es dann so weit: Das Cannstatter Volksfest fand erstmals statt. Hier noch ein Live-Party-Video vom Wasen in Stuttgart Journal TV.

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