Staatsgalerie Stuttgart

Vom 18.03. – 03.07.2016 startet eine neue Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart: Magie der Moderne.

Von Dirk Meyer

Während seiner Stationierung in Ferrara zwischen 1915 und 1918 entwickelt de Chirico gemeinsam mit Carlo Carrà eine eigene Bildwelt voller symbolischer Anspielungen und verstörender Elemente. Innerhalb weniger Jahre breitet sich ihre innovative Bildsprache der pittura metafisica in ganz Europa aus.

Giorgio de Chirico selbst gilt als Hauptvertreter der Pittura metafisica, der sogenannten Metaphysischen Malerei, die als eine der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus angesehen wird. Die Pittura Metafisica (Metaphysische Malerei) ist eine italienische Strömung der Malerei, die sich etwa ab 1910 entwickelte und bis in die Mitte der 1920er-Jahre anhielt. Der Name kommt von Metaphysik, was die Lehre von den Gründen und Zusammenhängen des Seienden bedeutet. Im Jahre 1917 wurde von Giorgio de Chirico sowie seinem Bruder Alberto Savinio und dem Futuristen Carlo Carrà die Scuola Metafisica in Ferrara gegründet.

Zahlreiche Künstler gestalten mit mysteriösen Objekten bevölkerte Innenräume und greifen Motive wie das Bild im Bild, der Mensch als Puppe oder der Raum als Bühne auf.

Ausgehend von de Chiricos Stuttgarter Gemälde »Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik« (1916) versammelt die Ausstellung die wichtigsten Werke des Künstlers aus diesen Jahren und setzt sie in einen Dialog mit originalen Meisterwerken beispielsweise von Dalí, Magritte, Ernst oder Grosz. Die Präsentation dokumentiert so einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert.

Die Ausstellung wird organisiert von der Staatsgalerie Stuttgart und der Fondazione Ferrara Arte.
Eintritt: 12€, ermäßigt 10€, inklusive Sammlung. (red/mj)

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