Ludwigsburg. Ein Vorfall auf einer Bundesstraße in Besigheim sorgt derzeit für Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Die Polizei Ludwigsburg berichtet, dass ein 24 Jahre alter Mann am Mittwochnachmittag gegen 14:25 Uhr auf einem Fuß- und Radweg entlang der Bundesstraße 27 unterwegs war, als es zu dem Vorfall kam.

Der Täter soll auf dem Weg von Besigheim in Richtung Bietigheim-Bissingen, nahe einer dortigen Baustelle, gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen begegnete ihm eine 20-jährige Pedelec-Fahrerin, die auf dem Radweg in Gegenrichtung unterwegs war. Ohne erkennbaren Anlass soll der 24-Jährige die junge Frau unvermittelt von der Seite gestoßen haben.

Die 20-Jährige konnte auf ihrem Fahrrad zwar die Balance halten, geriet jedoch durch den Stoß auf die stark befahrene Bundesstraße. Mit großem Kraftaufwand gelang es ihr, das Pedelec wieder auf den Radweg zu lenken. Dadurch verhinderte sie knapp eine Kollision mit einem in Richtung Kammgarnspinnerei fahrenden Pkw.

Nachdem die junge Frau sich auf dem Radweg wieder eingereiht hatte, erstattete sie Anzeige bei der Polizei in Besigheim. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen führten dazu, dass der Tatverdächtige kurz darauf vorläufig festgenommen werden konnte.

Am Donnerstag wurde der 24-Jährige, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, vor einen Haftrichter am Amtsgericht Heilbronn geführt. Aufgrund des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags ordnete dieser die vorläufige Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass der Tatverdächtige sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in einem Zustand der Schuldunfähigkeit oder zumindest der verminderten Schuldfähigkeit befand.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf den Fahrer oder die Fahrerin des Pkw geben können, sich unter der Telefonnummer 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de zu melden. Die Ermittlungen dauern an.

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