In Baden-Württemberg sind im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr Wohnungen genehmigt worden als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden 8.987 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden bewilligt, 14,1 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Dirk Meyer (kai)
Damit setzte sich auch gegenüber dem Jahresbeginn ein Anstieg fort: Im ersten Quartal 2026 waren 8.168 Wohnungen genehmigt worden, im zweiten Quartal waren es 10,0 Prozent mehr.
Mehr Genehmigungen für Neubauten
Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Wohnungen in neu zu errichtenden Gebäuden aus. Im zweiten Quartal wurden dafür 7.809 Wohnungen genehmigt. Gegenüber den 6.407 Wohnungen aus dem zweiten Quartal 2025 entspricht das einem Plus von 21,9 Prozent.
Weniger Genehmigungen gab es dagegen für Wohnungen, die durch Umbauten, Ausbauten oder Erweiterungen bereits bestehender Gebäude entstehen. Ihre Zahl lag im zweiten Quartal 2026 bei 1.178. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1.470 Wohnungen, was einem Rückgang von 19,9 Prozent entspricht.
Die Entwicklung verlief innerhalb des Quartals allerdings nicht durchgehend gleich. Im Juni wurden 3.166 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Juni 2025. Davon entfielen 2.651 Wohnungen auf Neubauten, während 515 Wohnungen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden genehmigt wurden.
Mehrfamilienhäuser legen zu
Bei den neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im zweiten Quartal insgesamt 7.590 Wohnungen genehmigt. Das waren 10,3 Prozent mehr als im ersten Quartal 2026.
Den größten Anteil machten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen aus. Hier wurden 5.133 Wohnungen genehmigt. Gegenüber dem ersten Quartal entspricht das einem Anstieg von 25,7 Prozent.
Auch bei Zweifamilienhäusern nahm die Zahl der Genehmigungen zu. Mit 676 Wohnungen lag sie 28,5 Prozent über dem Wert des ersten Quartals. Gleichzeitig wurden 1.418 Wohnungen in Einfamilienhäusern genehmigt, 9,9 Prozent weniger als zu Jahresbeginn.
Deutlich rückläufig war die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen. Sie sank auf 363 und damit um 48,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal.
Statistik zeigt unterschiedliche Entwicklung
Die Zahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und erfassen sowohl Wohnungen in Wohngebäuden als auch entsprechende Einheiten in Nichtwohngebäuden. Die Entwicklung der einzelnen Gebäudearten fällt dabei unterschiedlich aus: Während vor allem Mehrfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn zulegten, gingen die Genehmigungen für Einfamilienhäuser und Wohnheime zurück.
Über alle erfassten Gebäudearten hinweg wurden im zweiten Quartal 2026 insgesamt 8.987 Wohnungen genehmigt. Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres bedeutet das einen Zuwachs von 1.110 Wohnungen.

