Berufliche Mails, Bestellbestätigungen und nerviger Spam. Viele Deutsche kämpfen mit überfüllten Postfächern und jeder Menge E-Mails, die alle beantwortet werden wollen. Das kostet viel Mühe und auch viel Zeit. Zeit, die nicht jeder erübrigen kann.
Um solche Mails trotzdem effektiv bearbeiten zu können, arbeitet Google momentan an einem System, mit dem sich automatische Antwortschreiben generieren lassen. Geplant ist ein lernendes System, das anhand der Nutzeraktionen entscheidet, welche Mails einer Antwort bedürfen und welche nicht. Für letztere würden dann jeweils drei kurze, einfache Antwortschreiben kreiert, aus denen der Nutzer anschließend ein passendes auswählt. „Smart Reply“ nennt sich dieses System und es soll zu einem noch unbekannten Datum in Googles kostenloses Service-Portfolio aufgenommen werden.
Was auf den ersten Blick noch wie ein unnützes Feature erscheint, könnte vielen Deutschen den Alltag extrem erleichtern. Allein im vergangenen Jahr versendeten die Menschen hierzulande 506 Milliarden E-Mails. In diesem Jahr wird diese Zahl schätzungsweise einen Wert von über 537 Milliarden erreicht haben und somit einen neuen Rekord aufstellen. Spam-Mails sind in dieser Statistik übrigens nicht berücksichtigt, nur handgeschriebene und -versendete Mails wurden erfasst.

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Obwohl die E-Mail-Nutzung von Jahr zu Jahr steigt, wird die Sicherheit bei dieser Kommunikationsform immer noch stark vernachlässigt. Anstatt die E-Mail-Adresse über einen sicheren E-Mail-Anbieter und damit über deutsche Server laufen zu lassen, vertrauen viele Deutsche immer noch auf unsichere Provider mit laschen Datenschutzrichtlinien. Das liegt einer Studie der TU Darmstadt zufolge vor allem an dem zusätzlichen Aufwand sowie dem fehlenden Verständnis für die Notwendigkeit solcher Sicherheitsmaßnahmen. Viele E-Mail-Nutzer unterschätzen die Gefahren einer fehlenden Verschlüsselung. Schließlich sind Verschlüsselungssysteme meist mit einem Mehr an Kosten und Zeit verbunden. Die Konsequenzen eines Datendiebstahls sind für die meisten Nutzer zu abstrakt und die möglichen Folgen nicht greifbar. Meist spüren sie einen solchen Angriff auf ihre Privatsphäre erst, wenn die Folgen für ihr Konto oder ihren Beruf Realität werden. In einer solchen Situation sind präventive Maßnahmen allerdings bereits zu spät. Stattdessen sind die Betroffenen gezwungen, auf den Datendiebstahl zu reagieren, der mithilfe einer einfachen Verschlüsselung bereits im Vorfeld hätte verhindert werden können.

