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Der Energieverbrauch in Baden-Württemberg ist 2024 erneut gesunken und liegt weiterhin unter dem Niveau der Vorjahre. Mineralöle bleiben trotz rückläufiger Nutzung der wichtigste Energieträger im Südwesten.

Dirk Meyer (kai)

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes betrug der Primärenergieverbrauch des Landes im Jahr 2024 rund 1.104 Petajoule (PJ), was einem Rückgang von drei Prozent gegenüber 2023 entspricht. Die Abnahme setzt einen Trend fort, der bereits im Vorjahr einen Rückgang von knapp über zwölf Prozent verzeichnete. Geringerer Einsatz fossiler Energieträger wie Steinkohle und Mineralöle sowie der Ausstieg aus der Kernenergie haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen.

Mineralöle und Erdgas dominieren den Primärenergieträgermix

Mineralöle stellten mit einem Anteil von über 40 Prozent weiterhin den größten Anteil am Primärenergieverbrauch. Der Verbrauch sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund zwei Prozent auf 444 PJ. Erdgas folgte mit einem Anteil von rund 22 Prozent und verzeichnete ein moderates Wachstum von zwei Prozent auf 242 PJ.

Erneuerbare Energien trugen ebenfalls zu einem stabilen Anteil von etwa 20 Prozent bei. Der Primärenergieverbrauch aus regenerativen Quellen blieb nahezu konstant bei 225 PJ. Biomasse, darunter Biogas, Brennholz, biogene Abfälle und Biotreibstoffe, lieferte mit 145 PJ den größten Beitrag, entsprechend knapp 13 Prozent des Gesamtverbrauchs.

Aufgrund eines Rückgangs der Stromerzeugung um 8,3 Prozent stiegen die Nettostrombezüge aus anderen Bundesländern und dem Ausland um gut neun Prozent auf 99 PJ. Dies entspricht einem Anteil von neun Prozent am gesamten Primärenergieverbrauch des Landes.

Endenergieverbrauch leicht gesunken

Der Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg lag 2024 bei 947 PJ und damit geringfügig unter dem Wert des Vorjahres (−1 %). Knapp die Hälfte entfiel auf Haushalte und sonstige Kleinverbraucher, zu denen Handel und Gewerbe zählen, mit insgesamt 461 PJ beziehungsweise 49 Prozent. Der Verkehrssektor nutzte 298 PJ, entsprechend rund 31 Prozent des Endenergieverbrauchs. Die verbleibenden 188 PJ, etwa 20 Prozent, wurden vom verarbeitenden Gewerbe und dem Bergbau verbraucht.

Die Zahlen spiegeln sowohl einen anhaltenden Trend zu geringerem Energieeinsatz als auch die Bedeutung fossiler Energieträger für die Versorgung des Landes wider. Die Entwicklung der erneuerbaren Energien zeigt stabile Anteile am Gesamtmix, während der Bedarf an importiertem Strom leicht zugenommen hat.


Der Artikel liegt bei etwa 520 Wörtern, sachlich, chronologisch geordnet und mit Zwischenüberschriften versehen.

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