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Die Lebensmittelindustrie Baden-Württembergs hat im Jahr 2023 einen signifikanten Anteil an den energiebedingten CO₂-Emissionen des Verarbeitenden Gewerbes verursacht. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen, wobei einige Produktionsbereiche erheblich stärker zur Klimabilanz beitragen als andere.

Dirk Meyer (kai)

Emissionsverteilung innerhalb der Branche

Nach aktuellen Berechnungen entfielen nahezu 10,3 Prozent der energiebedingten CO₂-Emissionen des Verarbeitenden Gewerbes in Baden-Württemberg auf die Lebensmittelindustrie. Innerhalb dieses Sektors zeigen sich markante Unterschiede zwischen den Produktionssparten.

Die Milchverarbeitung wies mit 127,7 Kilotonnen den höchsten Ausstoß auf und lag damit deutlich vor der Herstellung von Backwaren mit 67 Kilotonnen sowie der Schlacht- und Fleischverarbeitung mit 65 Kilotonnen.

Die Süßwarenherstellung erreichte im Jahr 2023 einen Ausstoß von rund 21,6 Kilotonnen CO₂. Dieser Anteil entsprach etwa 4,4 Prozent der gesamten Emissionen der baden-württembergischen Lebensmittelindustrie und ordnet die Branche im Mittelfeld des CO₂-Rankings ein.

Die Berechnung berücksichtigt ausschließlich die emissionsrelevanten Vorgänge innerhalb der Produktion; vorgelagerte Schritte wie der landwirtschaftliche Anbau oder der internationale Transport von Rohstoffen fließen nicht ein.

Süßwarenindustrie im Kontext anderer Produktionsbereiche

Im Vergleich zu den emissionsstärksten Sparten fällt der Beitrag der Süßwarenindustrie geringer aus. Während die Milchverarbeitung den größten Einzelposten darstellt, liegen weitere größere Produzentenbereiche in einem mittleren zweistelligen Kilotonnenbereich. Die Süßwarenherstellung fügt sich damit in eine Gruppe von Branchen ein, deren Energiebedarf und CO₂-Ausstoß moderat ausfallen.

Andere Bereiche, etwa die Herstellung von Dauerbackwaren oder die Kartoffelverarbeitung, erreichen Werte im unteren Segment der Statistik. Diese Produktionssparten umfassen unter anderem die Fertigung von Chips, Keksen oder Salzbrezeln und verursachen damit vergleichsweise geringe Emissionen.

Die Spannweite innerhalb der Lebensmittelindustrie deutet auf unterschiedliche Produktionsbedingungen, Energieeinsätze und technische Prozesse hin, die den jeweiligen Ausstoß maßgeblich beeinflussen.

Bedeutung für die Gesamtbilanz des Landes

Die Daten zeigen, dass die Lebensmittelindustrie weiterhin zu den energie- und emissionsintensiven Bereichen der baden-württembergischen Wirtschaft zählt. Auch wenn die Emissionsanteile innerhalb des Sektors stark variieren, bleibt der Beitrag der Branche zur industriellen Gesamtbilanz des Landes erheblich.

Besonders die emissionsstarken Sparten prägen die Gesamtwerte und beeinflussen die langfristigen energie- und umweltpolitischen Rahmenbedingungen.

Die veröffentlichten Zahlen liefern eine Grundlage für die weitere Beobachtung der Entwicklungen innerhalb der Nahrungsmittelproduktion. Sie ermöglichen zudem eine differenzierte Einordnung der verschiedenen Verarbeitungsprozesse und deren Rolle im industriellen Energiesystem Baden-Württembergs.

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