4035401 / Pixabay / CC0

Stuttgart. Das Handwerk in Baden-Württemberg erwirtschaftete 2023 einen Jahresumsatz von 121,4 Milliarden Euro und legte damit nominal um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Während die Zahl der Unternehmen nahezu konstant blieb, verringerte sich die Zahl der tätigen Personen leicht.

Dirk Meyer (kai)

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg umfasste das Handwerk im Jahr 2023 insgesamt mehr als 76.900 Unternehmen. Diese Zahl blieb mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr stabil. Im Handwerk waren 761.500 Personen beschäftigt, was einem Rückgang von 1,1 Prozent entspricht. Trotz dieses Beschäftigungsrückgangs stieg der Gesamtumsatz der Branche auf 121,4 Milliarden Euro.

Ausbaugewerbe als stärkste Gruppe

Innerhalb der sieben Gewerbegruppen blieb das Ausbaugewerbe auch 2023 die größte und umsatzstärkste Sparte. Rund 29.900 Unternehmen zählten zu diesem Bereich, was 38,8 Prozent aller Handwerksunternehmen im Land entspricht. Das Ausbaugewerbe beschäftigte rund 218.900 Personen und erwirtschaftete einen Umsatz von 33,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rechnerisch ergab sich daraus ein Umsatz von 151.117 Euro pro tätiger Person.

Auf Rang zwei beim Umsatz folgte das Kraftfahrzeuggewerbe mit 25,4 Milliarden Euro, das ebenfalls eine Steigerung von 8,0 Prozent verzeichnete. Dahinter lagen die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mit 24,6 Milliarden Euro Umsatz. Diese konnten ihre Erlöse um 4,4 Prozent steigern. Hierzu zählen unter anderem Metallbauer und Feinwerkmechaniker.

Zulassungspflichtiges Handwerk dominiert

Der überwiegende Teil des Handwerks in Baden-Württemberg war 2023 zulassungspflichtig. Mit einem Anteil von 86,0 Prozent gehörten knapp 66.200 Unternehmen zu dieser Gruppe. Sie beschäftigten 651.600 Personen und erzielten einen Jahresumsatz von über 114,4 Milliarden Euro. Der Umsatz je tätiger Person lag hier bei 175.620 Euro.

Das zulassungsfreie Handwerk umfasste rund 10.700 Unternehmen mit 109.900 Beschäftigten. Sie erwirtschafteten zusammen 6,9 Milliarden Euro, was einem Umsatz je tätiger Person von 63.007 Euro entspricht. Zu den wichtigsten Branchen in diesem Bereich zählen die Gebäudereiniger, daneben auch Textilreiniger und Bestatter.

Unterschiede bei Beschäftigungsverhältnissen

Auch die Anteile sozialversicherungspflichtig Beschäftigter unterschieden sich deutlich. Im zulassungspflichtigen Handwerk lag der Anteil bei 79,0 Prozent, im zulassungsfreien Bereich dagegen bei 62,1 Prozent.

Durchschnittliche Produktivität

Im Durchschnitt setzte das Handwerk im Land im Jahr 2023 pro tätiger Person 159.373 Euro um. Damit zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den einzelnen Handwerksgruppen, sowohl bei den Umsätzen als auch bei der Beschäftigtenstruktur.

Datenverfügbarkeit

Die Ergebnisse der Handwerkszählung 2023 stehen beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg in detaillierter regionaler und gewerblicher Gliederung zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von rein technischen Cookies zu. Wir verwenden keine Marketing- oder Analyse Cookies. Wir interessieren uns nämlich nicht für dein Surfverhalten. Andere hingegen schon. Deswegen werden iframes, eingebettete Videos und Scripte nicht angezeigt, solange du nicht auf "Akzeptieren" drückst. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen