Ein Realisierungswettbewerb hat einen Siegerentwurf für die neue Wilhelmsbrücke in Bad Cannstatt hervorgebracht. Die Entscheidung fiel nach Prüfung von zwölf eingereichten Vorschlägen.
Dirk Meyer (kai)
Das Preisgericht entschied am 18. Juli 2025 über den Siegerentwurf für den Neubau der Wilhelmsbrücke in Bad Cannstatt. Die Arbeitsgemeinschaft Mayr, Ludescher und Partner, Beratende Ingenieure PartG mbB, zusammen mit DKFS PartG mbB Architekten aus Aachen überzeugte mit einem Konzept für eine Deckbrücke, die aus zwei Stahlhohlkastenquerschnitten besteht. Diese wurde einstimmig zum Gewinner des Ingenieurwettbewerbs erklärt.
Die Jury setzte sich aus Fachleuten, Vertretern der Stadtverwaltung und Mitgliedern des Gemeinderats zusammen. Amtsleiter des Tiefbauamts Jürgen Mutz betonte die konstruktiven Diskussionen innerhalb des Gremiums und kündigte an, zeitnah mit der Planung des Neubaus zu beginnen.
Der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, hob die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe hervor und bezeichnete den Wettbewerb als Vorbild für qualitätsvolle Ingenieurbauwerke. Der Gewinnerentwurf wurde als elegant, funktional und ressourceneffizient beschrieben.
Aus gestalterischer Sicht lobte Prof. Christa Reicher, Gestaltungsbeirätin der Landeshauptstadt Stuttgart, die gelungene Verbindung zwischen Altstadt und Neckarvorstadt. Sie unterstrich die Bedeutung des Entwurfs als baukulturellen Beitrag zum Neckarufer.
Bernd-Marcel Löffler, Bezirksvorsteher von Bad Cannstatt, zeigte sich zufrieden mit der Juryentscheidung und hoffte auf einen schnellen Baubeginn. Verkehrsplaner Stephan Oehler betonte die funktionale Verbreiterung der Brücke und die Flexibilität des Querschnitts für zukünftige Entwicklungen.
Der zweite und dritte Preis gingen an das Ingenieurbüro Ramboll Deutschland GmbH aus Hamburg und die Konstruktionsgruppe Bauen AG aus München. Zudem wurden drei weitere Arbeiten mit Anerkennungen gewürdigt.
Der Wettbewerb war im Dezember 2024 europaweit ausgeschrieben worden und ist Teil der städtischen Infrastrukturplanung für Bad Cannstatt.

