Steuerberater müssen mit ihren Steuersparmodellen keinen Wohlstand verheißen, wie dies der legendäre Steuersparguru Jochem Erlemann in den späten 1970er Jahren mit seinen spektakulären Abschreibungsprojekten tat. Die Rezepte des Kölner „Spezialitätendoktors” basierten auf der Ausnutzung von Gesetzeslücken, waren aber nicht nachhaltig, weil der Staat daraufhin die Gesetzeslücken für systematische und missbräuchliche Steuereinsparungen schnell wieder schloss. Überhaupt ist es gesünder und für die Gemeinschaft fairer, wenn die Hauptursache für den eigenen Wohlstand auf der Überlegenheit des eigenen unternehmerischen Konzepts beruht.
Dennoch können Steuerberater zu wertvollen Einsparungen verhelfen, den Aufwand für Steuererklärungen und die Buchhaltung reduzieren sowie mit einer vorausschauenden Planung bei zukünftigen Investitionen helfen. Der Mehrwert eines Steuerberaters ist enorm und steigt mit der Größe und Komplexität des Unternehmens. Dadurch gewinnt die Wahl des Steuerberaters an Bedeutung. Mit unserem Ratgeber helfen wir Unternehmern dabei, einen passenden Steuerberater zu finden.
Die wichtigsten Kriterien für einen Steuerberater
Unsere Großstadt zwischen Wald und Reben genießt national wie international einen guten Ruf als attraktiver Wirtschaftsstandort. Die Stuttgarter Messe ist weltbekannt und die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist der Standort bedeutender Global Player wie Mercedes-Benz, Daimler, IBM, Bosch und Hewlett-Packard. In Stuttgart wird eifrig Kapital erwirtschaftet − ein weiterer Grund, um einen passenden Steuerberater in Stuttgart zu finden. Mit unserer Kriterienliste zeigen wir Unternehmern, auf welche Aspekte es bei der Wahl des Steuerberaters ankommt.
Die ersten Tipps für die Suche
In Deutschland sind über 100.000 Steuerberater tätig. Finden lassen sie sich über die Suchservices der Steuerberaterkammern und Steuerberaterkammern oder über eine Suche auf der Softwarelösung für Steuerberatung DATEV. Der Deutsche Steuerberaterverband (DstV) bietet ebenfalls eine Suchfunktion an, die sich gleichermaßen in Regionen aufgliedern lässt. Persönliche Empfehlungen können weiterhin eine solide Grundlage sein. Vor dem Erstgespräch gilt es, sich näher mit dem Steuerberater auf Basis seiner Website zu beschäftigen und sein Renommee in Form von Bewertungen und Kundenrezensionen zu prüfen.
Ersteindruck und Arbeitsweise
Die Zusammenarbeit mit Steuerberatern erfolgt zumeist auf langfristige Sicht. Deshalb sowie aufgrund der Sensibilität des Informationsaustauschs muss das Vertrauensverhältnis ungetrübt sein. Sowohl fachliche als auch menschliche Aspekte sind für das Vertrauen entscheidend. So ist es ein gutes Zeichen, wenn der Steuerberater im Erstgespräch aufmerksam zuhört, Fragen geduldig beantwortet, proaktiv Rückfragen stellt und bereits erste proaktive Lösungsansätze bereithält.
Ebenso sollte er dazu fähig sein, seine Konzepte verständlich zu übermitteln und mit seinem zukünftigen Mandanten auf Augenhöhe zu kommunizieren. Im weiteren Verlauf reagiert er schnell auf Anfragen und schlüsselt die Kosten für seine Dienstleistung transparent auf, die der Vergütungsordnung für Steuerberater (StBVV) entsprechen müssen. Wichtig ist, dass er empathisch sowie lösungsorientiert wirkt und viele Wege für Steuereinsparungen kennt.
Fachberater sind Spezialisten
Die Steuerberatung ist ein weites Feld, was dazu führt, dass sich viele Steuerberater spezialisiert haben. Steuerberater mit besonderen Kenntnissen zur Branche, Unternehmensgröße und Unternehmensform können bei ihrer Tätigkeit in die Tiefe gehen, was den höheren Preis rechtfertigen kann. Der Zusatz „Fachberater“ weist auf eine solche Spezialisierung hin. Dieses Zertifikat wird von der Bundessteuerberaterkammer und dem Deutschen Steuerberaterverband vergeben.
Überdies zeichnen sich gute Steuerberater durch ihre Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung aus. Entsprechende Hinweise finden sich auf seiner Website, wo er seine Zertifikate für Spezialkenntnisse aufführt. Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen im Steuerrecht, die ständigen Änderungen unterworfen sind, bleibt er stets auf dem Laufenden.
Selbstständig oder Kanzlei?
Steuerberater können selbstständig sein oder in einer größeren Kanzlei arbeiten, die rechtlich als Steuerberatungsgesellschaft firmiert. Der Vorteil solcher Kanzleien besteht in der hohen Anzahl an Mitarbeitern, sodass sich schnell der passende Spezialist für das eigene Profil findet. Das Leistungsspektrum ist insgesamt größer, und ist der Steuerberater ernsthaft erkrankt oder im Urlaub, können Kanzleien für Ersatz sorgen. Dafür sind Steuerberatungsgesellschaften etwas teurer als selbstständige Steuerberater, die Beratung ist zumeist unpersönlicher und die Entscheidungswege können aufgrund der komplexeren Struktur länger sein.
Grad der Digitalisierung
Im Digitalzeitalter werden technische Kenntnisse von allen Unternehmen verlangt, selbst wenn sie in technikfernen Branchen tätig sind. Die Bereitschaft zur Digitalisierung ist hingegen bei Steuerberatern unterschiedlich stark ausgeprägt. Dabei bieten digitale Prozesse bei der Steuerberater Mandanten viele Vorteile.
Sie automatisieren Routineaufgaben wie die Belegerfassung, Buchführung und den Datenaustausch, erleichtern die Kommunikation, reduzieren die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und vermitteln Mandanten Einblicke zum Umsatz, den Kosten und zur Steuerschuld in Echtzeit. Steuerberater und Kanzleien mit hohem Digitalisierungsgrad arbeiten mit Schnittstellen für DATEV, ADDISON und anderen Softwarelösungen für Steuerberatung und geben üblicherweise auf ihrer Website ihre digitale Kompetenz mit anschaulichen Beispielen preis.

