Durchschnittsverdienst in Baden-Württemberg 2020: 39.180 Euro Brutto

Christian Lue / unsplash

Rückgang der Löhne und Gehälter lag im Corona-Jahr 2020 bei -2%.

Von Dirk Meyer (pm)

Stuttgart / Baden-Württemberg. Im Ländle ist nach Angaben des Statistischen Landesamt die Summe der Brutto-Löhne und Gehälter im vergangenen Corona-Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % auf 226,3 Milliarden Euro zurückgegangen.

Eine rückläufige Bruttolohn- und ‑gehaltssumme gab es in den letzten 30 Jahren bislang nur in den Jahren 1993 und 2009. Die geringeren Bruttolöhne und -gehälter 2020 resultieren zum einen aus einer im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % niedrigeren Arbeitnehmerzahl sowie geringeren Durchschnittsverdiensten.

Vor allem durch die im Zuge der Corona-Pandemie massive Ausweitung der Kurzarbeit gingen die Durchschnittsverdienste zum Teil deutlich zurück.

Das Kurzarbeitergeld, das den Betroffenen gezahlt wird, stellt in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eine monetäre Sozialleistung der Sozialversicherung (Bundesagentur für Arbeit) dar und ist kein Bestandteil der Bruttolöhne und -gehälter.

Durchschnittsverdienst Baden-Württemberg bei 39.180 Euro Brutto

Die durchschnittlichen Verdienste, d. h. die Bruttolöhne und -gehälter im Verhältnis zu den Arbeitnehmern, beliefen sich in Baden-Württemberg im Jahr 2020 auf gut 39.180 Euro.

Das waren 2 % weniger als 2019. Bundesweit lagen die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer mit durchschnittlich knapp 36 960 Euro annähernd auf dem Vorjahresniveau (−0,1 %).

Insbesondere das Produzierende Gewerbe verzeichnete in Baden-Württemberg, ebenso wie in Deutschland, einen merklichen Rückgang. So gingen die Pro-Kopf Bruttolöhne und -gehälter hier um 4,7 % auf 48 440 Euro zurück.

Im für den Südwesten besonders bedeutsamen Verarbeitenden Gewerbe waren es sogar -5,8 %. Die Verdienste im Dienstleistungssektor entsprachen 2020 dagegen ungefähr dem Vorjahreswert. Mit rund 34 970 Euro liegen diese jedoch nach wie vor um einiges unterhalb der im Produzierenden Gewerbe gezahlten Durchschnittslöhne.


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