Die Stuttgarter Corona-Jagd auf Ausgangssünder

Peter-Kirchhoff / Pixelio

Ein Jugendlicher war nach 20 Uhr in der City unterwegs und flüchtete bei Anblick der Polizeibeamten der Corona-Streife.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Wie im Actionfilm ging es Dienstagsabend in der Stuttgarter Innenstadt zu. Um 22.15 Uhr war ein 17-jähriger junger Mann in der City unterwegs. Die Corona-Streife forderte ihn zum Stehenbleiben auf. Doch der Jugendliche rannte daraufhin sofort wie ein Wilder los.

Die Verfolgungsjagd führte die Beamten durch die gesamte Stuttgarter Innenstadt …Eine hektische Verfolgung wie im Actionfilm fand statt. Der Jugendliche nutzte die engen Gassen der Innenstadt zur Flucht. Dennoch konnten die Polizeibeamten der Innenstadtstreife ihm folgen.

In der Nähe der Charlottenstraße im Bereich des Olgaecks – unweit des Landgerichts – nahm man den 17-Jährigen dann fest.

Ein Video zeigte wie die Beamten riefen: „Auf den Boden!“ und sie legten ihm dann Handschellen an. Wer das Video sieht könnte erst einmal verstört sein von dem heftigen Auftreten der Polizei. Aber in den heutigen Zeiten weiß man natürlich nicht was einen erwartet bei einem Fremden der flüchtet: Terrorgefahr, eine Schusswaffe etc…

Der Grund für die Flucht des 17-Jährigen war dann relativ banal und „harmlos“…

Er wurde aufs Revier gebracht. Dort stellte man dann auch den Grund für das Flüchten fest: Marihuana! Ein Tütchen davon zum Eigenkonsum fanden die Beamten in seinen Hosentaschen.

Ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen Corona (Normal eine Strafe von 75 Euro) und ein Strafverfahren wegen Betäubungsmittelbesitz – das dann vor dem Amtsgericht Stuttgart abgehandelt wird oder mit einem Strafbefehl.


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