Bad Cannstatt: Polizei schließt unerlaubten Gaststättenbetrieb

Polizeibeamte haben am Sonntagabend eine Gaststätte geschlossen, die mit offenbar einem Dutzend Gästen unerlaubt in Betrieb war. Eine Zeugin informierte die Polizei über eine Cannstatter Wirtschaft und ihre Beobachtungen.

Als gegen 18.30 Uhr zwei Streifenwagen das Lokal anfuhren, erweckte die Gaststätte zunächst den Eindruck, geschlossen zu sein. Die Eingänge waren verriegelt und die Rollläden heruntergelassen. Nichtsdestotrotz nahmen die Beamten aus dem Inneren des Lokals Stimmen wahr.

Als sie an der Eingangstüre klopften, rannten mehrere Gäste aus einem Hintereingang in ein Treppenhaus. Offenbar versuchten sie sich in einer Wohnung zu verstecken. Insgesamt befanden sich zwölf Gäste in der Wirtschaft.

Der Großteil trug keine Mund-Nasen-Bedeckung. Auch sonst waren keine Hygienevorkehrungen, wie beispielweise das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln, zu erkennen. Des Weiteren ließen sich mehrere gaststättenrechtliche Verstöße sowie Verstöße gegen die Gewerbeordnung feststellen.

Die Beamten stellten die Identitäten aller Anwesenden fest, sprachen Platzverweise aus und leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen diese ein. Darüber hinaus untersagten sie den weiteren Betrieb und schlossen die Wirtschaft.

Der 58 Jahre alte Betreiber, der selber nicht anwesend war, fiel in der Vergangenheit bereits mehrmals wegen Verstöße gegen die Corona-Verordnung auf. Er muss nun mit einem empfindlichen Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro rechnen.


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