Krankschreibung: Das können Arbeitgeber beim Verdacht auf Krankfeiern tun

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Laut einer aktuellen Umfrage haben mehr als 20 Prozent aller Arbeitnehmer in Stuttgart schon einmal eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingereicht, obwohl sie kerngesund waren. Dabei plant jeder zehnte Arbeitnehmer in Stuttgart sein Krankfeiern sogar systematisch.

Das Blaumachen feiert in Deutschland aktuell Hochkonjunktur. So melden sich immer mehr Arbeitnehmer krank, ohne tatsächliche Beschwerden zu haben. Darunter leidet nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Arbeitskollegen. Denn, wenn schon wieder ein wichtiger Mitarbeiter in der Firma aufgrund einer Krankheit ausfällt, heißt dies für die Kollegen oftmals eine deutliche Mehrarbeit.

Dabei ist es häufig der Freitag oder der Montag, der von Arbeitnehmern dazu genutzt wird, um sich mit einem ärztlichen Attest ein verlängertes Wochenende zu schaffen. Allerdings kann das Blaumachen ernsthafte Konsequenzen für Arbeitnehmer bedeuten. Vor allem in der Winterzeit steigt die Zahl der eingereichten Krankenscheine in einem Betrieb oder einem Unternehmen deutlich an. Für Unternehmen und Betriebe in Deutschland bedeuten die fälschlichen Krankmeldungen einen Schaden in Milliardenhöhe.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen werden von häufigen Krankmeldungen der Mitarbeiter hart getroffen. So fehlen durch fälschliche Krankmeldungen wichtige Arbeitskräfte, was eine verminderte Produktivität darstellt.

Doch bleiben die Kosten für Lohn und Gehalt in den ersten sechs Wochen der Krankmeldung weiterhin bestehen. Viele Arbeitnehmer sehen im Blaumachen nur ein sehr geringes Risiko vom Chef erwischt zu werden. Doch haben Arbeitgeber eine Vielzahl von Möglichkeiten dem Verdacht auf Blaumachen nachzuweisen. Was Arbeitgeber dürfen, um ihre Mitarbeiter des Blaumachens zu überführen und was Arbeitnehmer in der Zeit der Krankmeldung unbedingt vermeiden sollten, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst. So erhalten Sie hier einen Überblick von den Konsequenzen einer vorsätzlich falsch gemachten Krankmeldung seitens Arbeitnehmern.

So können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter beim Verdacht auf Blaumachen überführen

Um Mitarbeitern in einem Unternehmen auch arbeitsrechtliche Konsequenzen folgen zu lassen, wenn diese beim Blaumachen erwischt wurden, gilt es für Arbeitgeber zunächst verschiedene Beweise für die fälschliche Krankmeldung zu sammeln. Dabei ist es wohl am einfachsten, wenn ein Arbeitnehmer auf frischer Tat ertappt wurde und dem Chef so Rede und Antwort leisten muss.

Doch sind diese Situationen im Alltag eher selten, so dass für entsprechende Beweise oftmals externe Unterstützung verlangt ist. So setzen immer mehr Arbeitgeber auf einen Detektiv in Stuttgart, um einen Anfangsverdacht weiter mit Beweisen zu untermauern. Demnach kann der Chef einen Detektiv in Stuttgart beauftragen, um Arbeitnehmer im Falle einer vorsätzlich falschen Krankmeldung zu überführen.

Allerdings gibt es auch hier klare Richtlinien, inwieweit Detektive einen Mitarbeiter überwachen dürfen. Grundsätzlich dürfen alle Handlungen und Bewegungen des Mitarbeiters überwacht werden, wenn die nicht zu sehr in die Privatsphäre des Arbeitnehmers eingreifen. Demnach können Detektive dokumentieren, wenn sich Arbeitnehmer in der Zeit der Krankmeldung beispielsweise in einem Wellness-Bad aufhalten, einen Kinoabend mit Freunden nachgehen oder verschiedene Arbeiten rundum das Eigenheim erledigen. In diesem Fall liegen Arbeitgebern handfeste Beweise vor, die den Grund der Krankmeldung stark anzweifeln lassen und auch einen Prozess vor Gericht standhalten würden.


So dürfen sich Arbeitnehmer während einer Krankschreibung verhalten


Eine Krankmeldung bedeutet nicht automatisch, dass ein Arbeitnehmer bettlägerig ist. So ist es natürlich auch in der Krankenzeit erlaubt, dass Arbeitnehmer einkaufen gehen dürfen. Was allerdings nicht erlaubt ist, sind Verhaltensweisen, die dem Genesungszweck entgegenwirken. Wer beispielsweise aufgrund von Rückenschmerzen krankgeschrieben ist und trotzdem weiter dem Sportprogramm in einem Fitnessstudio nachgeht, können ernsthafte Konsequenzen drohen.

Auch eine Reise in den Urlaub während der Krankenzeit, kann nicht nur den Versicherungsschutz ungültig machen, sondern auch eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.

Demnach muss das Verhalten während der Krankschreibung auch der Genesung dienen. Alles, was dem Genesungszweck entgegenwirkt, kann vom Arbeitgeber als Anfangsverdacht ausreichen, um vor ein Arbeitsgericht zu ziehen und Lohnfortzahlungen sofort einzustellen.


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