Der allerletzte Berufsfischer auf dem Neckar

Stuttgart Marketing

Seit 500 Jahren fischt Jürgen Seybolds Familie auf dem baden-württembergischen Fluss.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Jürgen Seybold ist einzigartig. Der 66 Jahre alte Mann kommt aus Lauffen am Neckar. Er ist der letzte Berufsfischer auf dem Neckar. Gemeinsam mit einem Angestellten geht er täglich auf die Jagd nach den kleinen Flussbewohnern. Waller, Brassen, Rotaugen, Zander und Aale heißen seine Fischarten, die er in Lauffen aus dem Neckar holt.

Die Wasserverschmutzung und der Bau von Schleusen sind die Gründe warum die Berufsfischerei auf dem Neckar keine Zukunft hat. Die gefangenen Fische werden im Restaurant der Familie Seybold in Lauffen am Neckar den Gästen angeboten.

Zusätzlich verkauft Jürgen Seybold seine Fangware auf Wochenmärkten. Seybold besuchte die Berufsfischerschule am Starnberger See bei München. Seine Familie betreibt den Fischfang seit 1550.

Mit Fischimport und Verkauf im großen Stil verdient sich Seybold sein eigentliches Geld. Das Fisch auf dem Neckar ist Zubrot. Es ist eine Leidenschaft, Familientradition. Den Neckar kennt Seybold wie seine Westentasche.

Der Neckar war sein Spielplatz. Gemeinsam mit seinem Großvater fischte Jürgen Seybold als Kind regelmäßig auf dem Neckar. Auch im Urlaub bleibt er seinem Job treu. Dann holt der Berufsfischer 400 Kilogramm schwere Heilbitte aus dem Wasser in Norwegen. Petri Heil wünscht Stuttgart Journal! Und übrigens Tipp für Hobbyfischer: Gefangene Fische wieder in den Fluss zu werfen macht Spaß und ist Tierrettung der modernen Art.


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