Drama um Sillenbucher Schafe

Tier Bernd-Boscolo / Pixelio

Der Stuttgart Journal Reporter kennt die 325 Wolle tragenden Vierbeiner aus Spaziergängen.

Von Alexander Kappen

Stuttgart-Sillenbuch. Über hundert Schafe weideten in Sillenbuch im Eichenhain. Der Stuttgart Journal Reporter ist großer Tierfan und bei Spaziergängen war er auf die seltenen Schafe aufmerksam geworden.  Denn auch in Esslingen weideten die 325 Schafe auf abwechselnden Wiesen. Es sind bläuliche argentinische Zuchtschafe darunter und allgemein handelt es sich um Liebhaberschafe, die sehr selten sind, sehr ästhetisch und ein sehr liebes Wesen haben.

Leider hat die Stadt Esslingen und Stuttgart der Schäferin sämtliche Weideflächen gekündigt. Die Schafe sind abgeholt worden und laut eines Zeitungsberichtes nach Pliensauvorstadt, einem Esslinger Stadtteil verbracht worden. Dort besitzt die Schäferin angeblich ein kleines Gartengrundstück.

Ihr wurde ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen, da sie die Schafe scheinbar nicht richtig mit Futter versorge, immer wieder seien Tiere ausgebrochen und wild herumgelaufen, zudem gab es Vertragsstreitigkeiten mit den Städten und der Schäferin, behaupten die Ordnungsämter der beiden Neckarmetropolen laut eines Zeitungsberichtes der Stuttgarter Zeitung.

Mittlerweile weiden im Eichenhain neue Schafe eines anderen Besitzers. Die Schäferin spricht von Verleumdung. Sie sei ausgebeutet worden von der Stadt, deren Grünflächen durch ihre Tiere kostenlos abgemäht worden seien. Sie sei nicht richtig unterstützt worden durch die Städte in Sachen Futter, heißt es in dem Zeitungsbericht. 325 Schafe benötigen nun einmal eine Menge Futter… und sind von einer Person sicherlich nicht leicht zu ernähren. Sicherlich haben hier beide Seiten irgendwie Recht wie so oft bei Streitigkeiten…

Der Stuttgart Journal Reporter hat auf jeden Fall mitbekommen, dass die Schäferin regelmäßig nach Ihren Schafen geschaut hat. Mit ihrem Motorroller besuchte sie die Herde, die wöchentlich von einer Weide zur nächsten umzog. Die Schafe waren dabei aufgeteilt in mehrere Gruppen, die auf unterschiedlichen Gebieten grasten so auch zeitweise in Sillenbuch im Eichenhain.

Die Schäferin klagte vor dem Verwaltungsgericht und bekam aber kein Recht. Sie muss sich nun nach privaten Weideflächen umsehen. Wirklich jammerschade, denn die Schafe sind außergewöhnlich schön und ein Gnadenhof wäre hier sicherlich super geeignet… Ein paar tausend Euro könnten in diesem Fall sicherlich Wunder bewirken, aber leider geben viele Leute lieber zehntausende für ein neues Auto aus. Liebe zur Natur und zur Menschlichkeit sollte kapitalistisches, egoistisches Denken in Zukunft ersetzen, findet der Stuttgart Journal Reporter.


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