Uhren als Geldanlage in Krisenzeiten

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In Krisenzeiten wie diesen stellt sich mehr denn je die Frage, wie man sein Geld gewinnbringend anlegen kann. Seit Jahren gibt es auf den Banken für konventionelle Geldanlagen so gut wie keine Zinsen mehr.

Schwankende Aktienkurse verunsichern private Geldanleger, die nicht alle Ersparnisse in ein Unternehmen oder eine Branche stecken wollen. Und zu Hause unter dem Kopfkissen verliert es ohnehin an Wert.

Da rücken alternative Geldanlagen in den Fokus. Manche setzen auf Kunstgegenstände. Andere hoffen darauf, dass Weine exklusiver Anbauregionen und Jahrgänge sich in bare Münze auszahlen. Aber auch Uhren haben ein nicht zu unterschätzendes Wertsteigerungspotenzial. Wer Kapital in diese Schmuckstücke investieren will, muss jedoch einige Dinge beachten und sich ein wenig Fachwissen aneignen. Denn so fein und ausgeklügelt manches Uhrwerk ist, so differenziert sind die Zeitmesser als Wertanlage einzuschätzen.

Der Großteil der Uhren ist als Wertanlage ungeeignet. Grundsätzlich gilt bei Uhren wie auch bei Aktien, dass   die Wertentwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet werden muss und eine Uhr nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt dient. Insbesondere bei limitierten Editionen renommierter Marken wie Rolex, Breitling oder Baume et Mercier kann man allerdings davon ausgehen, dass sie zumindest keinen Wertverlust erleiden. Je geringer die Auflage, desto exklusiver erscheint das Objekt und entsprechend steigen Nachfrage und Preis.

Einen guten Ruf genießen Schweizer Manufakturen. Jedoch werden diese Objekte auch gerne gefälscht. Daher sollten stets das Herstellerzertifikat, die Originalbox inklusive Zubehör und eine vom Konzessionär gestempelte Garantieerklärung vorhanden sein.

Limitierte Auflagen verfügen häufig über filigrane Details, spezielle Gravuren oder außergewöhnliche Features wie eine Mondphasenanzeige, die den Wert einer Uhr ebenso steigern können, wie ein historisch bedingter Anlass, zu dem eine Uhr gefertigt wurde – ähnlich einer Gedenkmünze. Die hohe Handwerkskunst zeigt sich auch in einem präzise ausgearbeiteten mechanischen Uhrwerk, was ebenfalls von Experten honoriert wird. Daher ist es nicht alleine das verwendete Material, wie Gold oder Platin, das die mögliche Wertsteigerung einer Uhr bestimmt.

Es versteht sich von selbst, dass dieses hochwertig sein muss. Mit ausschlaggebend für eine Wertsteigerung ist der Zustand der Uhr. Dieser sollte einwandfrei sein. Sind Gebrauchsspuren sichtbar, fällt der Wiederverkaufswert selbst bei einer Luxusuhr spürbar.

Uhren als Geldanlage mögen exotisch anmuten, sind aber nicht zu unterschätzen. Sie sind in erster Linie zwar als Schmuckstück gedacht, das Emotionen weckt, mitunter über Generationen vererbt wird und damit auch ein Stück Lebensgeschichte mit dem Träger teilt. Wer sie aber über viele Jahre hinweg ungetragen sicher aufbewahren kann, für den taugt ein exklusiver Chronograf als gewinnbringende Investition in die Zukunft.


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