Die Stuttgarter Gartenjagd

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Jetzt im Frühling wünschen sich viele Städter ein eigenes Grün. Doch an einen Garten zu kommen (Pacht), entpuppt sich als Schwierigkeit.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Die Wangener Höhe ist das größte Gartengebiet in Stuttgart. Hier tummeln sich rund 1000 Schrebergärten dicht an dicht. Es gibt sogar eigens Lokale nur für die Gärtner. Zum Beispiel: Das „Onkel Otto“ mit schönem Biergarten. Der Stuttgart Journal Reporter hat hier versucht, auf alternativem Weg an ein eigenes Grün zu kommen. An jedem verwilderten Garten (riesige dornige Brombeersträucher, undurchschaubares Grün) hängte er einen Zettel mit seiner Telefonnummer auf. Leider meldete sich keiner der 20 Garteninhaber.

Eine andere Möglichkeit ist es sich auf die stätische Warteliste setzen zu lassen für einen städtischen Garten. Den würde man dann pachten. Die Wartezeit beträgt rund acht Jahre und es gibt 1600 Interessenten die auf der Liste stehen. Mehr Infos hier: https://www.stuttgart.de/item/show/265272/1

Eine weitere Chance bieten die Stuttgarter Gartenvereine. Zum Beispiel im schönen Kaltental: http://www.garten-kaltental.de/ Auch hier gibt es Wartelisten für Neulinge. Doch manchmal hat man Glück und es wurde gerade ein Garten frei. So erging es dem Stuttgart Journal Reporter in Oberesslingen vor einigen Jahren.

In Bad Cannstatt gibt es bei der Kulturinsel (gleich neben Club Zollamt) die Möglichkeit mit anderen Gartenfans gemeinsam den Kulturinsel Garten zu betreiben. Jeder tut so viel wie er kann und darf dafür den Gemeinschaftsgarten nutzen, zu was auch immer. Hier wird das „Urban Gardening“ Realität. Dies wurde in den amerikanischen Großstädten erfunden, um mitten in der Stadt auch Garten zu haben. Zum Beispiel nutzt man die Dächer der Hochhäuser, um gemeinsam zu „garteln“. 


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