Mit dem ältesten Unimog quer durch Deutschland

Daimler

1.000 Kilometer ist der Niedersachse Jan Peters mit seinem Unimog Baujahr 1949 quer durch Deutschland gefahren und hat dabei Spenden für einen sozialen Zweck gesammelt. Rund 10.000 Euro sind so für den „Freundeskreis Hospiz Dithmarschen e. V.“ zusammengekommen.

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Die Fahrt begann im niedersächsischen Egestorf (Lüneburger Heide): Dort ging es am 14. September los auf eine abenteuerliche Fahrt, mit einem Unimog Baujahr 1949, mit 50 km/h Höchstgeschwindigkeit und auf dünn gepolsterten Sitzen.

Über die Dörfer der norddeutschen Tiefebene fuhr der kleine Unimog in Richtung Süden, denn Ziel war das ferne München.

1000 Kilometer Landstraße sollten so zusammenkommen und pro Kilometer 10 € Spendengelder, das war das Ziel.

Der Besitzer des historischen „Universal-Motorgeräts“ war nicht alleine unterwegs. Vier Freunde haben Jan Peters begleitet. Sein Cousin Theodor Peters kam extra aus Kanada angereist – er machte den Beifahrer – und hinzu kamen drei Freunde auf ihren Rennrädern.

In sechs Tagen ging es über Hildesheim nach Hannoversch Münden und dann weiter über das thüringische Mühlhausen nach Coburg. Von dort aus erreichten die Unimog-Abenteurer über Georgensgmünd (bei Nürnberg) und Neuburg an der Donau am 20. September schließlich München.

In vielen Städten begrüßten lokale Unimog-Freunde den Charity-Unimog, und auch Tageszeitungen berichteten über die Fahrt.

Der Unimog hielt zuverlässig durch und lief problemlos die ganze Strecke. Nur die Steigungen, insbesondere im Thüringer Wald, machten ihm manchmal zu schaffen. „Aber mit einem kleinen

Gang und ordentlich Gas haben wir dann doch alle Steigungen bewältigt,“ berichtet Peters voller

Freude – bei einer Geschwindigkeit allerdings an manchen Stellen, dass ein sportlicher Wandersmann nebenher gehen konnte.

Kein Wunder, wenn man sich die Motorisierung des Gefährts anschaut: 25 PS aus 1,7 Liter Hubraum schöpft der gedrosselte OM 636, der 1949 Premiere feierte und noch Jahrzehnte lang nicht nur in Pkw und Nutzfahrzeugen mit dem Stern Dienste leistete, sondern auch bei Baumaschinen, Booten und landwirtschaftlichen Geräten eingesetzt wurde.

Auch die Summe von 10 000 € kam zusammen und wurde mittlerweile dem Freundeskreis Hospiz  Dithmarschen e.V. gespendet. Der Freundeskreis bietet Hilfe im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, für Erwachsene und Kinder.

„Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine unglaublich wichtige Aufgabe, die es zu unterstützen lohnt“, so Jan Peters als Motivation für seine Fahrt, die er 2020 wiederholen will.

Der Unimog stammt aus Familienbesitz. Er wurde 1949 vom Großvater Jan Peters erworben. Mit seinem Baujahr ’49 ist das Fahrzeug noch ein Prototyp – es ist der 63. aus der Vorserie des ersten Unimog, der von den Brüdern Boehringer in Göppingen entwickelt und gebaut wurde.

Nach Angaben von Jan Peters gibt es weltweit nur noch wenige fahrtüchtige Exemplare aus dieser Serie.

Wenn Jan Peters nicht Unimog fährt betreibt er einen Barfußpark in der Lüneburger Heide oder arbeitet als Journalist, hauptsächlich für landwirtschaftliche Zeitungen.


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