Reportage: Die Stuttgarter Burgerjagd

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Der Stuttgart Journal Reporter auf der Suche nach einem leckeren Burger in der ganzen Stadt

Von Alexander Kappen

Stuttgart. Am vergangenen Sonntag hatte der Stuttgart Journal Reporter Lust auf einen leckeren Burger: Heißer dunkelbrauner Fleischpatty, der triefend vor Speiseöl, medium gebraten nach herzhaftem, gut gewürztem Rindfleisch schmeckt. Dazu knackiger, grüner Salat, saftige weiß-rote Speckstreifen, ein Ei, Tomate und leckere rostbraun gebratene Zwiebeln. Jammi! Nur wo besorgen?

Über „Jumi Kitchen“ den Untertürkheimer Burger-Imbiss hatten wir erst kürzlich berichtet. Als ich vor dem kleinen aber feinen Imbiss stehe, wird mir aber leider bewußt: Ich hatte ich dort die letzten drei Tage regelmäßig die Burger „Sophie“ und „Jannis“ verspeist. Etwas Abwechslung würde mir gut tun. Ich entschloss mich nach einer Google Suche zum „Jakova Premium Fast Food“ zu gehen. Die Internet Kommentare sprachen von köstlichen, selbst gemachten Fleisch Paddys und vergaben fast nur die Höchstpunktzahl für den Burgerladen in der Gablenberger Hauptstraße in Stuttgart-Ost. Gesagt getan – vor dem Laden angekommen, mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen, die Ernüchterung: Alles dunkel, die Tür verschlossen. Kein Schild das den geschlossenen Burgerladen erklärt. Ich sacke in mich zusammen. Mein Mund wird ganz trocken, wo eben mir doch das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Verdammt! Ein Plan B muss her.

Also wieder kurz mit meinem Smartphone im Internet gegoogelt und der nächstgelegene Burgerladen aufgetan. Udo Snack in der Schwarenbergstraße! Ein Klassiker der Stuttgarter Fast Food Geschichte. Udo Snack gehört zu Stuttgart wie der VfB und die Königstraße. Es soll dort nicht das gesündeste Fast Food sein, aber wohl das leckerste. Dort angekommen, verliere ich schon die Geduld und renne auf den Imbiss zu. Die Fenster sind offen, jawohl denke ich mir, hier werde ich mit leckerem Burger Fast Food versorgt. Ich greife den Griff der Glastür, den schon tausende vor mir betätigt haben und möchte in den Laden gehen. Doch die Tür geht nicht auf! Der Mitarbeiter winkt mir von ihnen zu und zeigt auf das weiße Papier Schild an der Tür, das mir wie ein hartes Gerichtsurteil wirkt: Urlaub bis Montag, den 2. September. Ein Tag zu früh! Ich frage den Mitarbeiter, ob er der Presse nicht einen Sonntag-Sonderburger machen kann. Er schüttelt nur mit dem Kopf und lacht. „Morgen wieder“ ruft er mir noch zu, ich höre es schon gar nicht mehr und denke mir „einen Schuss habe ich noch“. Einen Versuch werde ich noch machen und erinnere mich an das „Burger House“. Auch darüber hatten wir berichtet. Leider liegt das in der Innenstadt, aber ich nehme die Fahrt durch den dichten Stuttgarter Verkehr auf mich. Wenn es dort nicht klappt, lasse ich es, sage ich mir! Dann werde ich mir ein Käsebrot schmieren und Trübsal blasen…

Dort, nahe der Königstraße, angekommen, die Außentische sind alle belegt mit Gästen, schallt mir laute Hip Hop Musik entgegen. Die fröhlichen Farben Orange und Hell-Braun des Ladens stimmen mich lebensfroh und ich bestelle meinen „Big West Burger“ mit Zwiebeln und Speck. Nach verdammt langen 15 Minuten Wartezeit, „Sorry heute viel los“, kommt mir der südländische Mitarbeiter lachend entgegen „So, Chef, dein Burger“. Ich öffne die gelbliche Papp-Box und da strahlt er mir entgegen: Mein Sonntags-Geschmacks-Geschenk: Der hoch getürmte Big West Burger, der nach dem Wilden Westen duftet und mich total befriedigt für die Reise durch die halbe Schwabenmetropole…


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