Steinenbronn: Festnahme nach räuberischem Diebsahl

Wegen schweren räuberischen Diebstahls ermittelt die Kriminalpolizeidirektion Böblingen gegen zwei 20 und 29 Jahre alte Tatverdächtige.

Zwei Täter waren am Montag gegen 15:30 Uhr von Mitarbeitern eines Discounters in der Zeppelinstraße in Steinenbronn dabei beobachtet worden, wie sie Waren in mitgebrachten Rucksäcken verstauten und damit den Kassenbereich passierten.

Der Aufforderung, in einen Nebenraum zu gehen, kamen sie zunächst nach.

Um von dort mit der Beute fliehen zu können, soll zuerst der 20-Jährige mit Fäusten auf einen 22-jährigen Mitarbeiter des Discounters eingeschlagen haben. Im Anschluss soll sein 29 Jahre alter Komplize einen Stuhl genommen und damit ebenfalls auf den Mitarbeiter eingeschlagen haben.

Da dieser trotz der Angriffe nicht zurückwich, soll sodann der 20-Jährige ein in dem Nebenraum liegendes Cuttermesser genommen und damit den 22-Jährigen und dessen Kollegen bedroht haben.

Diese wichen daraufhin zurück und ließen die Täter vorerst gehen. Anwesende Kunden brachten sich unterdessen im hinteren Bereich des Verkaufsraumes in Sicherheit.

Während dem 20-Jährigen zunächst die Flucht gelang, konnte der 29-Jährige bis zum Eintreffen der Polizei noch vor dem Discounter festgehalten und vor Ort festgenommen werden. Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem weiteren Tatverdächtigen ein, in die auch ein Hubschrauber eingebunden war.

Der 20-Jährige, der am Tatort Personalpapiere zurückgelassen hatte, wurde im Zuge der Fahndungsmaßnahmen in einer Böblinger Flüchtlingsunterkunft im Zimmer seines Komplizen festgenommen.

Dabei leistete er erheblichen Widerstand und verletzte zwei Polizisten. Einer von ihnen zog sich erhebliche Kopfverletzungen zu, die in einem Krankenhaus versorgt werden mussten.

Die beiden Tatverdächtigen aus Guinea wurden am Dienstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt. Er erließ die von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragten Haftbefehle wegen räuberischer Erpressung, setzte diese in Vollzug und wies die Tatverdächtigen in Justizvollzugsanstalten ein. (pol/pp)


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